Wanzleben l „Es ist zwar nur ein kleiner Schritt. Der geht aber in die richtige Richtung“, kommentierte Thomas Kluge, der Bürgermeister der Einheitsgemeinde, den einmütigen Beschluss der Stadträte bei ihrer Sitzung in Hohendodeleben. Denn die Abgeordneten hatten damit nicht nur der Forderung des Landes Folge geleistet, bis zum Beginn 2020 die Entschädigungssatzung zu überarbeiten. Sie waren, was das Geld für die Kameraden anbelangt, bis an die zulässige Obergrenze gegangen. Schließlich seien die Kameraden unter Einsatz ihrer Gesundheit und ihres Lebens für die Allgemeinheit tätig, sagte Kluge.

Die Erhöhung sei ein „Teil der Anerkennung“, die die Stadt den Angehörigen der Feuerwehr zukommen lasse, sagte Kluge. Ohnehin können die Wanzleber zufrieden sein mit ihren Feuerwehren. Die Kameraden seien motiviert, lobte der Bürgermeister, auch im Nachwuchsbereich laufe es gut. Mittlerweile gebe es in jedem Ort mit eigener Feuerwehr auch eine Kinder- und Jugendwehr.

Mehraufwand für Stadtkasse

Die Erhöhung der bisher gezahlten Aufwandsentschädigung für die Ortswehren bedeutet einen Mehraufwand von rund 16.000 Euro im Jahr, geht aus der nun von den Stadträten abgesegneten Beschlussvorlage hervor.

Nicht jeder in einer freiwilligen Feuerwehr aktive Kamerad bekommt solch eine Aufwandsentschädigung. Sie steht den Wehrleitern, den Gerätewarten und den Verantwortlichen in den Kinder- und Jugendfeuerwehren zu und liegt pauschal zwischen 61 und 305 Euro im Monat.

Um weitere rund 12.000 Euro steigen die Ausgaben für die Stadtkasse, da zudem die Entschädigungen für die ehrenamtlich tätigen Kommunalpolitiker erhöht wurden. Diese Satzung war ebenfalls bis Jahresende anzupassen. Im Gegensatz zu den Feuerwehren gingen die Stadträte bei dem ihnen zustehenden Geld allerdings nicht bis an die Obergrenze, sagte Bürgermeister Kluge im Anschluss.

Anspruch auf Sitzungsgeld

Anspruch auf solche monatlichen Entschädigungszahlungen sowie auf Sitzungsgeld haben Stadt- und Ortschaftsräte, die Vorsitzenden der Gremien, Ortsbürgermeister und sachkundige Einwohner. Die Höhe der Zahlungen richtet sich unter anderem nach der Größe der Gemeinde. Die Höhe liegt zwischen 160 und 470 Euro pro Monat für Ortsbürgermeister und bei 110 Euro für Stadträte. Dazu kommt eine Entschädigungszahlung in Höhe von 17 Euro je Sitzung.