Eilsleben l Ein offenstehendes Fenster hatte einen Kameraden der Feuerwehr Eilsleben/Ummendorf bei seiner Routinerunde zum Gerätehaus an jenem Sonnabendmorgen stutzig gemacht, berichtet Ortswehrleiter Andreas Beinroth. Schnell war klar: Hier hatte niemand vergessen, das Fenster zu schließen, sondern es hatten sich über Nacht Einbrecher gewaltsam Zutritt zu den Diensträumen verschafft. Die Scheibe war eingeschlagen, so konnte der Täter das Fenster dann von innen öffnen und einsteigen.

Schaden in Grenzen

„Das Jahr hat für uns also nicht so schön begonnen“, konstatiert Beinroth. Und es sei nicht der erste Vorfall dieser Art gewesen: „Alle Jahre wieder, könnte man sagen, denn schon etwa zur selben Zeit im Vorjahr ist bei uns eingebrochen worden.“ Der verursachte Schaden, das habe die sofortige Bestandsaufnahme der Kameraden ergeben, hielt sich zwar in Grenzen. Demnach wurde aus dem Gerätehaus – zum Glück, möchte man fast meinen – lediglich eine Motorsäge entwendet. Doch der Wehrleiter hat dazu eine klare Meinung: „Nicht nur, dass es sehr ärgerlich ist, noch weit schlimmer ist es, dass mit der Sicherheit und der Gesundheit der Bevölkerung gespielt wird, indem Teile unserer Ausrüstung gestohlen werden und damit bewusst in Kauf genommen wird, dass wir im schlimmsten Fall nicht helfen können.“ Das Stimmungsbild in der Bevölkerung ist ebenso eindeutig: „Unverantwortlich“, „ein Unding“ und „Nur Kaputte machen sowas“, sind nur einige der zahlreichen und deutlichen Nutzerkommentare zum Eigenbericht der Feuerwehr, den sie auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht hat.

Das Eilsleber Gerätehaus war in jener Nacht, wie es scheint, nicht das einzige Zielobjekt der Täter. Mit derselben Vorgehensweise sind auch die Feuerwehrobjekte in Uhrsleben, Hakenstedt und Erxleben (alle Verbandsgemeinde Flechtingen) heimgesucht worden: eingeschlagene Fensterscheiben und in den Hallen und Fahrzeugen offenbar gezielte Suche nach Kettensägen.