Altenweddingen l Das neue Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Sülzetal-Süd soll am östlichen Ortsausgang Altenweddingens entstehen. Der Neubau ist nötig geworden, da das alte Gerätehaus längst nicht mehr modernen Erfordernissen der heutigen Zeit entspricht.

Um die Schlagkraft der Freiwilligen Feuerwehren im südlichen Raum des Sülzetals zu bündeln und zu erhöhen, hatten die Verantwortlichen im Jahr 2016 beschlossen, die Wehren aus Altenweddingen, Bahrendorf und Stemmern zu einer Einheit zusammenzuschließen und ein großes Gerätehaus für die neue Einheit zu bauen. Die Baukosten für das neu zu schaffende Objekt sind auf etwa 1,3 Millionen Euro beziffert worden. Die Fördersumme beträgt 615.000 Euro.

Wehren wurden 2016 zusammengelegt

Die Errichtung des bevorstehenden Neubaus des Feuerwehrgerätehauses werden insbesondere die beiden dienstältesten Leiter der Altenweddinger Wehr, Werner und Eberhardt Hauer, mit Freude zur Kenntnis nehmen.

„Ich hatte vor kurzem Gelegenheit, die beiden Brandschützer im alten Gerätehaus zu treffen. Am Ende unseres Gesprächs ließen sich die beiden Feuerwehrexperten nicht nehmen, an einem Löschfahrzeug die kompakte Technik zu erläutern“, erzählt der Altenweddinger Reinhard Schwarzenau.

In der Tat gehören Vater und Sohn Hauer zu denen, die mit dem Geschehen um die Wehr bestens vertraut sind. Werner Hauer trat 1949 in die Feuerwehr ein und war von 1959 bis 1998 ihr Leiter. Sein Sohn Eberhardt übernahm danach die Leitung bis 2016. Nun hat mit der Neuordnung der Wehren im südlichen Sülzetal ein weiterer Generationswechsel stattgefunden: Andreas Hauer ist derzeitiger Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Sülzetal-Süd, aber nicht direkt verwandt mit seinen Vorgängern.

Altes Gebäude von 1914

Das alte Gerätehaus existiert seit 1914. Zunächst nur als Garage, später wurde der Turm zum Trocknen der Schläuche ergänzt. In den siebziger Jahren bauten die Kameraden in Eigenleistung den Trakt mit Schulungsraum und Nebenräumen an. Sie holten auch das dazu erforderliche Holz mit Traktor und Wagen selbst aus dem Harz.

Mit berechtigtem Stolz und leuchtenden Augen berichtet Werner Hauer aus damaliger Zeit: „Bis in die achtziger Jahre hatten wir keine angetriebenen Löschfahrzeuge, nur Pumpen- und Wasserwagen, die von Pferden oder einem Motorfahrzeug geschleppt werden mussten. Dabei half uns oft das Fuhrunternehmen Kaufhold aus Altenweddingen, dessen Chefs stets verlässliche Kameraden unserer Wehr waren und Zugfahrzeuge bereitstellten.“

Werner Hauer erinnert sich auch an einen Brand im Ort, zu dem sie den Spritzenwagen zu sechs Mann hinschieben mussten. „Vor der Wende gab es gute Unterstützung auch vom Volksgut, Schläuche, Technik und Schutzkleidung wurden uns von dort bereitgestellt.“

Für moderne Autos zu klein

Heute steht hochleistungsfähige Technik zur Verfügung. Das vorhandene Gerätehaus ist aber für die modernen Fahrzeuge einfach zu klein. „Der kommende Neubau wird vier geräumige Stellplätze für Lösch- und andere Fahrzeuge vorsehen“, machen die Hauers deutlich.