Altenweddingen l Der Festtag hat mit einem Umzug vom alten zum neuen Feuerwehrgerätehaus in Altenweddingen begonnen. Den Teilnehmern offenbarte sich die Diskrepanz zwischen den bisherigen sowie den zukünftigen Gegebenheiten dabei mehr als deutlich. Angeführt von der Sülldorfer Schalmeienkapelle machten sich die Umzügler, begleitet von etlichen Wehren aus dem Sülzetal und zahlreichen Schaulustigen auf den Weg.

Am neuen Depot angekommen, stärkten sich zunächst einmal alle und nahmen das neue Gebäude unter die Lupe. Für die Kinder gab es gleich zwei Hüpfburgen und befreundete Verein kümmerten sich um die Versorgung, so der Heimatverein Altenweddingen und Mitglieder des Heimatvereins aus Bahrendorf.

Der eigentliche Festakt wurde dann von einer Rede des Gemeinde-Bürgermeister Jörg Methner (SPD) eingeleitet. Mit dem Neubau hat er ein Versprechen aus dem Jahr 2014 in die Tat umgesetzt. Er verriet Details zum Bau und ging auf die Feuerwehrgeschichte in den Ortsteil ein. Seit 1894 seien hier schon freiwillige Kameraden aktiv. Das würden auch die „Altenweddinger Spritzenmänner“ dokumentieren, die alte Technik präsentieren und die Tradition pflegen. Sie sind mittlerweile weithin bekannt, da sie zu vielen Festen reisen.

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Auch Landrat Martin Stichnoth und der Bundestagsabgeordnete Manfred Behrens meldeten sich zu Wort und überreichen Geschenke. Ihrem Beispiel folgten weitere Festgäste, bevor Pfarrer Raimund Müller-Busse ein Gebet spach und Gottes Segen für das neue Haus erbittete.

Kultureller Mittelpunkt

Spätestens jetzt durfte ordentlich gefeiert werden und das setzten die Altenweddinger und ihre vielen Gäste mit Schwung um. Das neue Gerätehaus war an diesem Tag auch der kulturelle Mittelpunkt des Sülzetals, denn die Besucherscharen ebbten einfach nicht ab. Das freute natürlich besonders die Gastgeber um den Wehrleiter Andreas Hauer. „Mit dem Umzug werden wir voraussichtlich erst in anderthalb Wochen fertig sein“, sagte er. „Dann agieren wir auch komplett von hier aus.“ Stationiert sind in der neuen Halle zwei Mannschaftstransportwagen MTW, ein Schlauchwagen, ein Tanklöschfahrzeug sowie ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug. Der Gebäudegrundriss ist so gestaltet, dass eine Erweiterung der Fahrzeughalle in nördlicher Richtung möglich ist, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. Es gibt 35 Pkw-Einstellplätze, sowie 16 Fahrradstellplätze für die Kameraden. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf etwa 1,9 Millionen Euro. Darin sind zahlreiche Fördermittel enthalten.

Derzeit gibt es 26 Kameraden in der Einsatzabteilung und zwei im Nachwuchs. Insgesamt hat die Wehr 115 Mitglieder. „Das neue Haus bietet uns hervorragende Voraussetzungen“, sagte der Wehrleiter. „Die Nachwuchsarbeit wird baldmöglichst intensiviert. Der Ausbau der Jugendwehr und der Aufbau einer Kinderwehr sind die nächsten Schritte auf unserer Agenda.“ Aber auch weitere Kameraden für die Einsatzabteilung seien gern gesehen. Das kommt an diesem Tag auch durch besondere Aushänge der Wehrleitung zum Ausdruck. Hauer hat an diese noch „unbemannten“ Spinden Zettel angebracht. Er machte damit darauf aufmerksam, dass unter den neuen Voraussetzungen reichlich Platz für Aktive im Kreis der Kameraden ist.