Sülzetal l „Ich kann vermelden, dass unser Haushalt ohne Auflagen genehmigt worden ist“, sagte Jörg Methner. Nun können geplante Projekte wie Umbau und Sanierung der Grundschule Altenweddingen (über das Stark-III-Programm), der Kita-Neubau in Langenweddingen und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Altenweddingen in Angriff genommen werden. So stehen zum Beispiel für den Kita-Neubau Fördermittel in Höhe von 2,1 Millionen und ein Eigenanteil von 800.000 Euro bereit.

Dass jetzt die Geldquellen im Rathaus sprudeln werden, sei unrealistisch, machte Jana Gräbner, Fachgebietsleiterin für Finanzen, deutlich. „Bestandteil der Haushaltsfreigabe ist selbstverständlich das vom Gemeinderat verabschiedete und gesetzlich verbindliche Haushaltskonsolidierungskonzept, das einen finanziell ausgeglichenen Haushalt in spätestens fünf Jahren anstrebt.“ Dieses Ziel sei noch nicht erreicht, es treten sowohl im Finanzplan als auch im vorgesehenen Ergebnis deutliche rote Zahlen auf.

Gemeinde wieder handlungsfähig

Sie verwies darauf, dass in der Vergangenheit mehr Geld ausgegeben worden sei, als vorhanden war. Die entstandenen Fehlbeträge müssen abgebaut werden. Einsparungen seien auch durch Investitionen möglich, es müssen nicht immer Steuererhöhungen oder Streichungen von Leistungen sein, stellte Jana Gräbner klar. „Wir müssen strenge Haushaltsdisziplin wahren und den Konsolidierungsplan beachten, um unser Ziel – die ,schwarze Null‘ – nicht aus den Augen zu verlieren.“

Zugleich teilte sie dem Bürgermeister mit, dass dieser in Widerspruch gehen müsse, sollte das Konsolidierungskonzept geändert werden. Methner selbst monierte die finanzielle Ausstattung der Kommunen, mit der er als gewählter Vertreter des Volkes nicht einverstanden sei.

„Wir brauchen eine größere Finanzausstattung und eine geringere Kreisumlage, damit uns mehr Geld für das gemeindliche Leben bleibt. Unsere Abgaben sind mit 4,1 Millionen Euro Kreisumlage einfach zu hoch. Auch der Bund muss über eine solidarische Verteilung der Steuern nachdenken. Die Steuern sollten dort bleiben, wo die Wertschöpfung der Betriebe stattfindet.“

Konsolidierung dauert an

Dass der Haushalt der Gemeinde Sülzetal für das Jahr 2018 genehmigt worden ist, sieht Reinhard Schwarzenau in der sehr guten Gemeinschaftsleistung der Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, des Gemeinderates und der anderen beteiligten Gremien; aber auch eine gute Abstimmung der Verantwortlichen in Gemeinde und Kreis haben dies möglich gemacht.

„Erstmals seit vielen Jahren verfügt die Gemeinde Sülzetal also über einen von der Kommunalaufsicht bestätigten Haushalt für das laufende Jahr, und das Mitte Februar, Glückwunsch!“, lobte der sachkundige Altenweddinger.

Neues Gerätehaus in Altenweddingen

Auch die Freiwillige Feuerwehr Sülzetal-Süd darf sich freuen: In diesen Tagen kam aus dem Finanzministerium die Förderzusage für den Bau des neuen Gerätehauses für die Wehr, das am östlichen Ortsausgang Altenweddingens entstehen soll. Das alte Gebäude im Altenweddinger Ortskern entspricht längst nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Feuerwehr.

Zur Erhöhung der Schlagkraft der Freiwilligen Feuerwehren im südlichen Raum des Sülzetals war beschlossen worden, die Kameraden der Wehren aus Altenweddingen, Bahrendorf, Stemmern und Schwaneberg zu einer Einheit zusammen zu schließen und ein großes Gerätehaus für die neue Einheit zu bauen.

Nun kam die Zusage, die veranschlagten Baukosten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro mit 615.000 Euro zu fördern. Damit kann die weitere Planung und Ausschreibung der Arbeitspakete in Kürze beginnen, ein wichtiger Meilenstein für die gesamte Gemeinde Sülzetal. Die noch fehlende Summe an den Baukosten ist im bestätigten Haushalt enthalten und zinsgünstig gesichert.