Erst am 3. Juli in Bahrendorf eingeweiht:

Glasscherben und Hundehaufen auf neu eröffnetem Spielplatz

Von Yvonne Heyer

Es ist gerade zwei Wochen her, dass in Bahrendorf ein neuer Spielplatz übergeben wurde. Einzig und allein ehrenamtlichen Engagements, nämlich einer Bahrendorfer Mütterinitiative, ist es zu verdanken, dass die Kinder aus Bahrendorf und Umgebung wieder einen Platz zum Spielen und Toben haben. Doch schon gibt es Probleme.

Bahrendorf. Die jungen Bahrendorfer Muttis Heike Kunze, Nadine Heres, Frances Erdmann und Andrea Löbel haben sich vor den Karren gespannt und sich gut und gern zwei Jahre lang dafür engagiert, ihren und anderen Kindern aus Bahrendorf und Umgebung einen neuen Spielplatz zu schaffen. Wäre es nach dem Willen der Gemeinde gegangen, wären die Reste des einstigen Spielplatzes, wie in anderen Ortsteilen auch, weggerissen worden. "Wir wollen unseren Kindern den Platz zum Spielen erhalten, ja ihn neu entstehen lassen", sagten sich die Muttis und zogen mit viel Engagement los, gingen auf Sponsorensuche, organisierten ein großes Benefiz-Fest und konnten letztendlich tatsächlich genug Geld für einen neuen Spielplatz auftreiben. Dieser wurde nun wiederum mit einem großen Fest am 3. Juli eingeweiht und den Kindern übergeben.

Aber noch vor der Eröffnung hatten Heike Kunze, Nadine Heres, Frances Erdmann und Andrea Löbel auch den Wunsch geäußert, der Spielplatz möge möglichst ganz von Vandalen verschont bleiben. Und dass ruhig alle Bahrendorfer ein Stück Verantwortung im Interesse der Kinder in dieser Hinsicht mittragen sollten. Ihre Befürchtungen, Spielgeräte könnten zerstört werden, kommen nicht von Ungefähr, schließlich sind die Spielplätze in der Gemeinde Sülzetal nicht nur aus Altersgründen abgebaut oder abgeschafft worden: Mutwillige Zerstörungen waren eine weitere Ursache.

Nun, Zerstörungen gab es auf dem neuen Spielplatz noch nicht. Doch Heike Kunze muss in diesen Tagen von Verunreinigungen berichten. Da mussten die ersten leeren Bierflaschen samt Scherben von kaputten Flaschen aufgesammelt werden.

Ein weiteres Problem seien unbelehrbare Hundebesitzer, die ihre Hunde über den Platz laufen lassen. So mancher Vierbeiner hinterlässt dabei seinen Haufen. "Dabei hätten wir uns für unsere Kinder gewünscht, dass sie auf dem Spielplatz auch mal barfuß laufen können. Aber angesichts von Hundekacke und Glasscherben ist das wohl nicht möglich", meint Heike Kunze entäuscht, die sich gemeinsam mit ihren engagierten Mitstreiterinnen andererseits darüber freut, dass der neue Bahrendorfer Spielplatz so gut angenommen wird. Selbst Kinder aus anderen Sülzetal-Orten tummeln sich hier gern.

Nun appelliert die Mütterinitiative an alle Bürger, dazubeizutragen, das Geschaffene zu erhalten und im Interesse der Kinder der darauf zu achten.