Klein Wanzleben l Nach dem Brand in der Schweinezuchtanlage Klein Wanzleben, bei dem über Ostern etwa 2000 Ferkel getötet worden sind, ging die Polizei am Dienstagnachmittag von einem technischen Defekt als Ursache aus. „Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen gehen wir von einem Defekt in der elektrischen Lüftungsanlage aus“, sagte Volker Rauhut vom Polizeirevier Börde in Haldensleben.

Ein Brandermittler des Landeskriminalamtes und Beamte der Tatortgruppe hatten am Dienstag nach dem Mittag ihre Untersuchungen in den beiden komplett vom Feuer zerstörten Ställen des Klein Wanzleber Schweinezuchtbetriebes aufgenommen. Um sich ein Bild von der Zerstörung zu machen, setzten sie dabei auch eine Drohne ein, die die Szenerie aus der Luft dokumentierte. „Brandstiftung ist absolut auszuschließen“, gab Rauhut ein Ergebnis der Untersuchungen seiner Magdeburger Kollegen weiter. Die Untersuchungen gestalteten sich schwierig, da die Tierkadaver unter herabgestürzten Holzbalken begraben waren.

Gottesdienst für die Einsatzkräfte

Auch die Betreiber des Zuchtbetriebes warteten am Dienstag auf den Abschluss der Untersuchungen der Polizei. Erst danach konnten sie die toten Tiere bergen, entsorgen sowie mit weiteren Aufräumarbeiten und Reparaturen an den beiden zerstörten Ställen beginnen. Der Betrieb ging in den nicht vom Feuer betroffenen Ställen weiter. Mitarbeitern des Scheinezuchtbetriebes war es am Ostersonntag unter Aufsicht der Feuerwehr gelungen, Hunderte Ferkel vor dem Flammentod zu retten.

Die evangelische Kirchengemeinde Klein Wanzleben will ihren Gottesdienst am Sonntag, 28. April 2019, um 14 Uhr in der Kirche St. Johannis auch den Ereignissen in dem Zuchtbetrieb widmen. „Dieses letzte große Feuer, mit dem dramatischen Ergebnis, dass über 2000 Tiere verbrannt sind, hat wieder einmal aufgezeigt, wie wichtig und gefährlich die Arbeit unserer freiwilligen Feuerwehren ist. Diese ehrenamtlichen Feuerwehrmänner und -frauen sind immer bereit, für unseren Schutz und unser Wohl zu sorgen“, sagte Knut Freese, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates. Deshalb möchte die Gemeinde in diesem Gottesdienst allen Kameraden Dank sagen und lädt sie mit ihren Familien am Sonntag in die Kirche ein. Zudem alle Menschen, die den Feuerwehrleuten ebenso für ihren Einsatz danken wollen. Nach dem Gottesdienst gibt es im Kirchgarten für alle Besucher Kaffee und Kuchen.