Hohendodeleben l Groß war die Freude am ersten Schultag als die Grundschüler von Hohendodeleben wieder in ihre Schule kamen. Noch vor den Ferien sah der Schulhof ziemlich öde aus. Jahrelang hatte sich hier nicht wirklich viel getan. „Der Großteil des Hofes war sogar noch vor einigen Jahren eine einzige Schotterpiste“, erinnert sich Marcel Haase. Er sitzt im Vorstand des Schulfördervereins. Der einzige befestigte Weg, ein einstiges Zeugnis grauer DDR-Tage, war der Plattenweg am Ende des Schulhofes. Mittlerweile ist ein Großteil der Fläche gepflastert und wird von Rasengrün umrahmt. Dass letzteres nun möglich ist, ist nicht zuletzt dem Förderverein zu verdanken. „Wir setzen uns bereits seit mehreren Jahren für die Umgestaltung des Außengeländes ein“, erzählt Haase weiter. Vor allem das letzte Projekt sei ein sehr wichtiges gewesen.

„Mit der finalen Umgestaltung haben wir den Jungen und Mädchen ein kleines Paradies geschaffen“, erklärt der Familienvater stolz. Auch die Kinder der dritten Klasse, die an diesem Tag voller Stolz den Schulhof und seine Möglichkeiten präsentieren, sind von dem neuen Außengelände angetan.

Endlich entspannen

Endlich, so heißt es im Chor, könne man in den Pausen entspannen und sich ins Gras fallen lassen. So ist unter anderem eine neue Rasenfläche entstanden. Ihr gegenüber befindet sich der Schulgarten, wo jetzt ein neues Spielhaus steht, welches gleichzeitig als Geräteschuppen dient. „Dieses wurde zum Beispiel durch unseren Förderverein finanziert“, erklärt Haase weiter. Andere bereits existierende Spielflächen wurden neben anderen mit weichem Rindenmulch unterlegt, um die Unfallgefahr zu mindern und die Fläche ansehnlicher wirken zu lassen.

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Als besonderes Highlight wurde ebenfalls auf dem Schulfhof direkt am Gebäude ein Unterstand angebracht, welcher einem Carport ähnelt. „Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Außen-Klassenzimmer.“ Damit sei es möglich bei entsprechendem Wetter auch mal Unterricht im Freien zu ermöglichen. „Lehrer und Kinder haben sich das gewünscht, also haben wir das geplant“, erklärt Haase weiter. Rund eineinhalb Jahre haben die Planungsarbeiten für das neue Außengelände gedauert. „Wir sind froh, dass das endlich umgesetzt werden konnte und dabei so schnell.“ Gerade einmal zwei Wochen habe die Firma Gericke Dienstleistungen aus Hohendodeleben für die Umsetzung des Projekts gebraucht. „Die Firma hatte nach der Ausschreibung den Zuschlag bekommen und das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Dieser Meinung ist auch Schulleiterin Roswitha Sarpe. „Ich war total überrascht, als ich am ersten Schultag wieder hier angekommen bin“, erzählt sie. Die Kinder würden sich auf dem neuen Außengelände total wohl fühlen.

Unterstützung der Stadt

„Wenn es nach den Mädchen und Jungen ginge, würden wir wahrscheinlich den ganzen Tag draußen sein.“ Sie weiß aber auch, dass es ohne finanzielle Unterstützung der Stadtverwaltung Wanzleben nicht so schnell möglich gewesen wäre. „Es ist wirklich gut, was hier jetzt entstanden ist. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Stadtverwaltung uns weiterhin bei solchen Vorhaben unterstützt.“

Das nächste Projekt des Fördervereins steht auch tatsächlich schon in den Startlöchern. „Als nächstes wollen wir uns dem Bolzplatz hinter dem Schulgebäude widmen“, erklärt Marcel Haase. Das sei nicht so einfach. Der jetzige Bolzplatz ähnelt eher einem düsteren Müllabladeplatz, als einer Sport- und Freizeitfläche. „Zuerst wollen wir hier maximal sechs Meter hohe Netze aufbauen lassen, damit die Fußbälle sich nicht auf angrenzende Straßen oder Grundstücke verirren.“ Danach seien bereits die Tore an der Reihe. „Das einzige was uns aktuell Kopfzerbrechen bereitet, ist der Untergrund für den Bolzplatz“, sagt Haase mit Blick auf die Schotterfläche. Das Problem bestehe darin, dass auf dem Platz auch mal schwere Abfallcontainer abgestellt werden müssten. Da jedoch der Untergrund dadurch stark belastet werde, würden typische Untergründe wie Rasen, Kunstrasen oder Hartgummiböden nicht funktionieren. „

Bolzplatz wird nächstes Projekt

Aber so wie der Bolzplatz jetzt aussieht, wollen wir ihn auch nicht lassen.“ Zwar gäbe es temporär ausrollbare Böden, diese würden aber weit über dem Budget des Fördervereins liegen. „Auch wenn wir hier noch nicht komplett fertig sind, können wir als Förderverein sagen, dass wir so einiges in den letzten Jahren geleistet haben“, zeigt sich Marcel Haase zufrieden. Immerhin wird der Förderverein in diesem Jahr zehn Jahre alt. „Das neugestaltete Außengelände ist sozusagen unser kleines Geburtstagsgeschenk an die Kinder.“