Seehausen l Ideengeberin für das „Mal- und Rätselheft für Senioren“ war die Großmutter von Olaf Plätschkes Partnerin Steffi Rennau. Die kürzlich verstorbene Oma wohnte zu der Zeit in einer Senioren-Pflegeeinrichtung. „Sie las immer sehr gern und schaute auch viel Fernsehen. Vieles verstand sie jedoch auf Grund der Anglizismen nicht mehr. Da die Hände mit 98 Jahren auch nicht mehr so wollten, haben wir ihr Kinderausmalhefte gegeben. Das ist gut für die Motorik und machte ihr Spaß und so kam die ganze Sachen ins Rollen“, sagte Olaf Plätschke.

Gelernter Grafikmaler

„Mein Beruf ist Karikaturist. Unter anderem schreibe ich im Rahmen von Social Marketing für eine Magdeburger Wohnungsgenossenschaft Fortsetzungsgeschichten. Diese versuchen den Mitgliedern bestimmte Probleme und Aktivitäten der Genossenschaft humorvoll zu vermitteln. Natürlich immer mit einer passenden Karikatur dazu.“ Olaf Plätschke erlernte das Handwerk seit 1988 als Schrift- und Grafikmaler und ist seit 2013 Karikaturist.

Die Oma und die Lebenspartnerin gaben den Anstoß, dass sich Plätschke mit Gerontologie, also der Altersforschung, auseinander setzte. „Da ich auch eine Ausbildung als therapeutischer Trainer für Orthopädie/Rehasport habe und aktiv als Trainer für Bogensport tätig bin, passte die Kombination. Motorik und kognitive Fähigkeiten wieder herzustellen oder längerfristig zu erhalten, sind keine Fremdworte. Nach einer Marktanalyse stellten wir fest, dass es noch keine komplexe Zeitschrift in dieser Form für Senioren in Pflegeeinrichtungen, betreutes Wohnen oder Sozialen Projekten gibt.“

Oma als Ideengeberin

Die aktuelle Forschung nutzten Olaf Plätschke und Steffi Rennau, sie ist staatlich anerkannte Erzieherin, und entwickelten und gestalteten dann die Zeitschrift. 32 Seiten auf hochwertigem, ausmalfähigem Papier in einer monatlichen Erscheinungsform, die nicht im Zeitschriftenhandel erhältlich ist. Konkret werden die Zielgruppen, Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheime, Seniorenresidenzen aber auch der einzelne Senior als Nutzer angesprochen.

Unterstützung für die Fachkräfte

„Die Altersmobilität so lang wie möglich zu erhalten, ist dabei unser Ziel. Natürlich prüfen auch die Einrichtungen, ob diese Zeitschrift als unterstützendes Arbeitsmittel für die Pflegefachkräfte erworben und eingesetzt werden kann. Wir entwickeln die Zeitschrift ständig weiter und sind für die Hinweise der damit arbeitenden Einrichtungen dankbar.“

Die Oma-Gang immer dabei

Die Zeitschrift bietet Fortsetzungsgeschichten aus dem Leben von Senioren in einem Objekt „Betreutes Wohnen“. „Die Oma Gang“ (einziges englisches Wort in der Zeitschrift), drei Wortsuchspiele und Rätsel, zwei Bastelanleitungen, Kuchen- und Kochrezepte aus Omas Zeiten, Informationen zu Feiertagen des jeweiligen Monats, Gedicht und Lied für den Erinnerungswert, gepaart mit vielen großen und kleinen Ausmalbildern.