Mitglieder stehen Patienten und Angehörigen ehrenamtlich bei

Hospizkreis Oschersleben stellt sich Pflegediensten vor

Von Vivian Hömke

Jacobsberg l Sie wollen den Pflegedienst oder Haushaltshilfen nicht ersetzen, sondern zusätzliche Unterstützung anbieten - todkranke oder sterbende Menschen und deren Angehörige zu Hause besuchen und sie auf ihrem schweren Weg begleiten. Seine Ziele stellte der Ambulante Hospizkreis Oschersleben kürzlich den Pflegediensten der Umgebung im Hotel in Jacobsberg vor.

"Wir betreuen alle Patienten und sind konfessionell nicht gebunden", erzählte Rosemarie Pape. Die ehemalige Hausärztin koordiniert die Arbeit im Hospizkreis, der sich auf Initiative und mit Unterstützung des "Lions Clubs Oschersleben - Die Börde" Anfang September des vergangenen Jahres gegründet hat. Träger ist das Cornelius-Werk.

Mit betroffenen Familien sprechen, menschlichen Beistand anbieten oder "auch nur die Hand halten", zuhören und sich Zeit nehmen - so beschreibt Rosemarie Pape die Ziele des Hospizkreises. Für die Patienten entstünden keine Kosten. "Wir machen das ehrenamtlich. Wir freuen uns über eine Spende, aber wir sind nicht da, um Geld zu sammeln", so Pape.

Die 15 Mitarbeiterinnen, die im Oschersleber Hospizkreis tätig sind, haben sich vorab in Seminaren im richtigen Umgang mit Trauernden ausbilden lassen. "Wir wollen versuchen, zum Sommer hin eine zweite Gruppe in die Ausbildung zu schicken", sagte Rosemarie Pape.

"Es ist anstrengend, aber auch bereichernd", beschrieb Hospizkreis-Mitarbeiterin Martina Wedde den Vertretern der Pflegedienste ihre Erfahrung. "Man lernt den Umgang mit Menschen und bekommt ganz viel Dankbarkeit zurück", erzählte sie.

Der Hospizkreis bietet den Patienten seinen Beistand nicht erst in den letzten Stunden vor dem Tod an, sondern auch während der Krankheit, sofern eine Familie Unterstützung wünscht.

Ansprechpartnerin ist Rosemarie Pape, Telefon: (039402)237, (0152)53496630, E-Mail: rosemarie.pape@gmx.de