Angebote in Wanzleben

Impf-Nachfrage hat abgenommen

Die Impfbereitschaft ist auch im dezentralen Impfzentrum in Wanzleben zurückgegangen. Beim Landkreis Börde sieht man das aber nicht als ein großes Problem an, da immerhin über 50 Prozent der Menschen inzwischen die erste Impfung erhalten haben. Vielmehr sind neue Ideen gefragt, wie die gestrige Impfaktion am Elbepark, die großen Zuspruch erlebt hat.

Von Christian Besecke 02.07.2021, 14:22
In Wanzleben beginnen ab der kommenden Woche im Kulturhaus die Zweitimpfungen.
In Wanzleben beginnen ab der kommenden Woche im Kulturhaus die Zweitimpfungen. Foto: Hagen Uhlenhaut

Wanzleben - Immer öfter war es so, dass auch im Wanzleber Kulturhaus die angebotenen Termine zur Erstimpfung nicht ausgeschöpft worden sind. Das bestätigen Ordnungsamtsleiter Kai Pluntke und der Pressesprecher des Landkreises Börde, Uwe Baumgart, gegenüber der Volksstimme.

„Gestartet sind wir mit 130 Impfwilligen zu den Terminen“, berichtet Pluntke. „Beim vorletzten Mal waren es noch 70 bis 80 Bürger, zuletzt aber nur 30 Impfwillige.“ Weitere Termine für Erstimpfungen gibt es in Wanzleben erst einmal nicht, zumal jetzt die Zweitimpfungen auf dem Plan stehen. Diese beginnen am kommenden Dienstag im Kulturhaus.

Sollte der Trend im Kreis so weiterlaufen, wird das dezentrale Impfen im Kulturhaus wohl auslaufen. Das sieht auch Baumgart so. „Das Impfzentrum in Haldensleben bleibt auf jeden Fall bis September bestehen.“ Bei den dezentralen Angeboten des Landkreises müsse man die Entwicklung anschauen und dann gegebenenfalls reagieren. So ein Angebot wie in Wanzleben könne 120 Impfungen an einem Tag durchsetzen. Liege das Interesse wesentlich unter den Möglichkeiten, müsse die Wirtschaftlichkeit überdacht werden. Schließlich gebe es ja auch noch die Hausärzte, und letztendlich seien im Augenblick schon über 50 Prozent der Einwohner des Landkreises mit einer Erstimpfung versorgt.

Allerdings müssen auch die vorhandenen Kapazitäten genutzt werden, über die der Landkreis verfüge. Daher sei man gerade dabei, neue Ideen umzusetzen. So gab es am gestrigen Freitag eine Impfaktion im Elbepark, die ohne Termin wahrgenommen werden konnte. „Schon um 8.30 Uhr standen da über 300 Menschen, die sich impfen lassen wollten“, berichtet Baumgart.

Insgesamt habe man in letzter Zeit beim Landkreis eine eher schleppende Terminbuchung über die Meldenummer beobachtet. Mit der Impfaktion gehe man nun neue Wege, um die Menschen zu erreichen. Es werde dennoch schwieriger, möglichst viele Menschen zu erreichen. Landrat Martin Stichnoth (CDU) rufe dazu auf, sich impfen zu lassen, damit die angestrebte Herdenimmunität auch irgendwann und möglichst noch vor dem kommenden Herbst erreicht werde. „Ohne die Impfung kommen wir aus dem Dilemma der Pandemie nicht heraus“, sagt Baumgart. „Zwar gibt es schon viele Lockerungen, doch wir sind als Landkreis dazu verpflichtet, die geltenden Hygienebestimmungen umzusetzen.“