Groß Rodensleben l Schon beizeiten ist der Heimathof in Groß Rodensleben am Sonnabendvormittag von Besuchern bevölkert. „Am Freitag haben wir das Fest mit dem Auftritt der ,Band 3 G‘s‘ eingeläutet“, erzählt Ortsbürgermeister Jürgen Wichert. „Da war schon eine Menge los.“

Auf dem Heimathof laden nun alle Vereine und Institutionen des Dorfes zum gemütlichen Beisammensein mit Programm ein. Pünktlich zum Sirenenton um 11 Uhr, alarmiert Wehrleiter Matthias Pomrenke seine Kameraden. Aus dem Publikum holt er sich das Stichwort zum Einsatz. Es geht um einen „Kellerbrand mit vermisster Person“. Die Wehrleute sind innerhalb von zwei Minuten mit zwei Fahrzeugen vor Ort und entfalten durchdachte Betriebsamkeit. Die Retter verlegen Schläuche und ein Trupp macht die vermisste Person ausfindig. Innerhalb von neun Minuten haben die Kameraden den Einsatz beendet. Dafür gibt es Beifall. Damit nicht genug, jetzt präsentieren sie auf der Straße einige Vorführungen.

Matthias Pomrenke bietet dabei den Bürgern gemeinsame Dienstabende an, bei denen die Funktion von Feuerlöschern erklärt werden soll. „Wir haben genug vorrätig“, versichert er. Die Wehr hat 24 Aktive, neun Atemschutzgeräteträger und 15 Jugendliche, steht also personell recht gut da.

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Auf dem Heimathof betreuen die Vereine verschiedene Stationen. So bereiten die Sportfrauen Kartoffeln und Quark vor. Dabei kommt ein echter Dämpfer zum Einsatz, die Grillfreunde zeigen ihre Künste beim Braten und der Heimatverein bietet Kaffee und Kuchen an. Auch der Getränkenachschub ist geregelt.

Die Kinder finden Spielestationen, so auch ein Bingo, welches die Notfallbegleitung im Landkreis Börde (Süd) in Person von Marion Fruth betreut. Für die Teilnehmer gibt es reichlich Preise. Außerdem wartet eine Hüpfburg auf Kinder mit entsprechendem Bewegungsdrang.

Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos) ist ebenfalls zur Jahrfeier gekommen. Er freut sich sichtlich über die zahlreichen Besucher, die er gemeinsam mit Ortsbürgermeister Jürgen Wichert (parteilos) begrüßt, um wenig später Kartoffeln und Quark im Kreise der Bürger einzunehmen.

Aber nicht nur auf dem Heimathof ist viel los. Die Petrikirche hat an diesem Tag den Turm geöffnet und hier steigen viele Neugierige zu den Glocken empor, die sie sogar noch selber läuten dürfen. Wer den Weg nicht zu Fuß machen will, fährt bei Robert Braumann mit. Dieser hat seinen Traktor mit Hänger schmuck und fahrbereit gemacht und bietet sich als Chauffeur für die Strecke an.