Wanzleben l Ein Tag der offenen Tür im Soziokulturellen Zentrum Alter Bahnhof in Wanzleben ist jetzt nichts Neues. Er findet jedes Jahr statt. Aber dieses Mal war es doch etwas Besonderes. Denn: Der Alte Bahnhof als Einrichtung existiert in diesem Jahr fünf Jahre.

Ein kleines Jubiläum. Aber ein Jubiläum, das trotzdem gefeiert wird. Mit leckerem Grillwerk und Kartoffelpuffern, mit Glücksrad und einem kleinen Basar für jeden, der Lust darauf hatte.

Die Besucher waren am Sonnabend trotz schönen Angebots etwas verhalten, was aber nicht zuletzt am schlechten Wetter lag. Bei einer angeschlossenen Festtagskaffeetafel für Sponsoren und Unterstützer waren die Plätze aber gut besetzt. Denn zu berichten gab es aus den fünf Jahren genug, wie Leiterin Margitta Falkenberg sagte. Vor fünf Jahren kam das Okay für den Umbau des alten Bahnhofes, seitdem haben Suppenküche, Tafel, Kleiderladen und Kinder- und Familienangebote Einzug in das Gebäude gehalten.

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Armut nimmt zu

„Und die Angebote werden immer mehr angenommen“, berichtete Margitta Falkenberg. Fast doppelt so viele Menschen nehmen die Angebote mittlerweile wahr. Im Jahr 2014 ergab das bemerkenswerte Zahlen: Den Kleiderladen besuchten 3764 Menschen, die Suppenküche nutzten 7999 Menschen, Familienangebote wurden von 1544 Kindern und Erwachsenen wahrgenommen und die Tafel zählte 5474 Unterstützungen. Der Alte Bahnhof stellt damit eine Einrichtung dar, die von der Bevölkerung angenommen wird. Einerseits eine gute Bilanz. Auf der anderen Seite aber auch auf gewisse Art und Weise traurig. „Das zeigt, dass die Armut zunimmt“, konstatierte Margitta Falkenberg.

Damit diese zahlreichen Angebote umgesetzt werden können, sind viele Hände nötig. Derzeit sind im Soziokulturellen Zentrum zwei Hauptamtliche, zehn Ehrenamtliche, drei Bundesfreiwilligendienstler über 50 Jahren und zehn Ein-Euro-Jobber damit beschäftigt, die Einrichtung nicht nur am Laufen zu halten, sondern auch Angebote kontinuierlich weiter zu entwickeln und attraktiv zu halten.