Wanzleben l Ab Oktober packt den Wanzleber Wolf-Dieter Koch eine besondere Reiselust – und einen Teil seiner Rassekaninchen nimmt er dann immer mit auf Tour. Ziel des Rassekaninchenzüchters sind dann nämlich Rassekaninchenschauen auf Kreis-, Landes-, Bundes- und Europaebene. Hier stellt er seine Tiere zur Schau und hofft auf beste Bewertungen durch die Preisrichter und somit auch auf Preise.

In diesem Jahr geht es unter anderem zur überregionalen Clubschau der Kleinsilber-Züchter aus ganz Deutschland am 20. und 21. Oktober in Kirchhain. Am gleichen Wochenende findet auch die Kreisschau in Weferlingen statt und auch dort wird er einen Teil seiner Kaninchen zur Schau stellen. Es folgen die Europa-Schau im November in Dänemark und die Bundes-Rammler-Schau und die Landesschau in Halle/Saale Anfang Februar.

Die Termine hat Wolf-Dieter Koch schon jetzt genau im Blick, denn seine Zucht wird darauf ausgerichtet. „Man braucht auch späte Würfe, um auch zu der Schau im Februar noch gutes Material zu haben“, erklärt er. Seit 1976 hat er sich der Rassekaninchenzucht verschrieben und seine Favorit war dabei immer die Rasse Kleinsilber gelb – auch wenn immer mal auch Tiere anderer Rassen mit in den Ställen saßen. „An Jungtieren habe ich immer so zwischen 60 und 70, die ziehe ich meist mit vier Rammlern und zehn Häsinnen“, sagt er und die Erfahrung ist ihm anzumerken.

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Zu spüren ist aber auch sein Stolz über die ersten Zuchterfolge in diesem Jahr. „Ganz herrliche Tiere sind in diesem Jahr dabei“, meint er. Seit Mitte Januar schon sitzt bei ihm Nachwuchs im Stall, die Kaninchen des jüngsten Wurfes sind gerade drei Wochen alt. „Der größte Wurf in diesem Jahr waren neun Tiere, das hatte ich in all den Jahren äußerst selten“, so Koch.

Qualität vor Quantität

Doch nicht die Menge ist entscheidend, sondern die Qualität. Worauf es dabei bei seinen gelben Kleinsilbern ankommt, weiß Wolf-Dieter Koch genau. Eine exakte Silberung von Kopf bis zum Hinterteil bringt Punkte und auch die stabilen Ohren. „Ich gucke schon, welcher Rammler mit welcher Häsin zusammenpasst, um optimale Ergebnisse zu erzielen“, unterstreicht Wolf-Dieter Koch.

Und auch das Futter ist eine wichtige Komponente. Heu und Wasser brauchen die Kaninchen immer und dann bekommen sie noch eine Spezialmischunng aus Pellets, Gerste und Sonnenblumenkernen. Für die Pflege seiner Zuchtkaninchen nimmt sich Wolf-Dieter Koch gern Zeit. Selbst dass sie sich zur Schausaison vor den Preisrichtern gut präsentieren, wird schon in den Monaten davor intensiv geübt. Der Lohn sind dann etliche Bestergebnisse auf vielen Schauen, auf die der Wanzleber verweisen kann.

Aber auch der Austausch mit Zuchtfreunden zu den Schauen ist es, was Wolf-Dieter Koch an seinem Hobby liebt – neben dem Aufwachsensehen der Jungen natürlich.