Haus der kleinen Forscher

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich für frühe Bildung in den Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sowie mit Blick auf nachhaltige Entwicklung. Ihre Zentrale sitzt in Berlin und sie hat bundesweit unterschiedliche Netzwerkpartner.

In der Region nördliches Sachsen-Anhalt ist dies die Industrie- und Handelskammer (IHK). Kindertagesstätte können sich hier alle zwei Jahre für eine der begehrten Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ bewerben.

Im Internet müssen die Kindergärten dazu einen ausführlichen Fragebogen beantworten; gefordert werden da zum Beispiel von der Berliner Stiftung bestimmte Weiterbildungen bei den Erzieherinnen, der Nachweis des Forschens im Alltag und auch ein spezifisches Projekt.

Alle Angaben werden anschließend in Berlin in der Zentrale geprüft, und wenn es klappt, erfolgt die Auszeichnung als „Haus der kleinen Forscher“.

„Der Fragebogen ist immer schon sehr umfangreich gewesen, aber wenn es am Ende dann stimmt, so wie in diesem Jahr zum dritten Mal, dann hat es sich doch gelohnt“, freut sich die Leiterin der Kindertagesstätte „Kastaniengarten“ in Stemmern, Maren Steinemann.

Stemmern l Alles rund ums Wasser – in der Pfütze oder in der Regentonne, im Ozean oder im See, aus dem Hahn oder in der Badewanne – das war das Thema des Projekts der Kindertagesstätte „Kastaniengarten“ in Stemmern im Rahmen des Wettbewerbs „Haus der kleinen Forscher“.

Betreuerin Steffi Ruffert hatte es geleitet und die Ergebnisse eingereicht. Und jetzt kam die Auszeichnung. Christin Wegner, die Netzwerk-Koordinatorin für den Wettbewerb bei der Industrie- und Handelskammer (IHK), überreichte das Zertifikat der Leiterin der Kindertagesstätte, Maren Steinemann.

Schon Astronomie und Hochbeete untersucht

Schon zwei Mal, 2014 und 2016, erhielt der Kastaniengarten diese Zertifikation. Im Jahr 2014 hatten sich die Kinder mit der Astronomie beschäftigt und zwei Jahre später war das Anlegen und die Pflege eines Hochbeets ihr Thema.

Bilder

„Es ist toll, mit welcher Bandbreite die Kindertagesstätten unseren Wettbewerb mit Leben füllen. Mal handelt es sich um naturwissenschaftliche Fragen, mal um technische Probleme und ein anderes Mal wiederum um ein biologisches Thema“, freut sich die IHK-Mitarbeiterin Wegner. Immer gehe es darum, Fragen der Kinder aufzugreifen und sie dann im Rahmen ihrer Untersuchungen auf Entdeckungstour zu schicken.

Experimente mit Wasser

„Gerade das Thema Wasser bietet hierbei unendlich viele Facetten. Es taucht immer wieder, jederzeit und überall in unserem Alltag auf“, meint Wegner, „dies dann mit Kinderaugen zu hinterfragen, kann mitunter auch bei Erwachsenen zu einem Aha-Effekt führen.“

Bei dem Wettbewerb „Haus der kleinen Forscher“ gehe es nie darum, dass Erwachsenen den Kindern Fragen beantworten. Stoßrichtung sei immer das Forschen der Kinder. Wegner: „Am Ende sollen uns die Kinder sagen: ,Wir begreifen das‘.“ Zwei der Forscher aus dem Kastaniengarten waren in diesem Jahre die beiden sechsjährigen Mädchen Pia und Eva. Beiden hat es sehr viel Spaß gemacht. „Ich allein wäre nie auf die Idee gekommen, mit der Pinzette Wasser auf eine Geldmünze tropfen zu lassen, um so die Spannung an der Oberfläche zu erkennen“, verrät Pia.