Wanzleben l Nicht nur in Großstädten stellen Falschparker ein gewisses Ärgernis für Anwohner und Behörden dar. Auch im ländlichen Raum, wie zum Beispiel der Gemeinde Wanzleben-Börde, müssen immer wieder Tickets für Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung ausgestellt werden. Natürlich kann man die Anzahl der Falschparker in Magdeburg und in Wanzleben nicht vergleichen. So wurden 2019 88.803 Parkverstöße in der Landeshauptstadt registriert. „In Wanzleben konnten im letzten Jahr insgesamt 571 Parkverstöße durch unser Ordnungsamt registriert werden“, erklärt Ordnungsamtsleiter Kai Pluntke. Für jeden dieser Verstöße sei auch ein entsprechendes Knöllchen geschrieben worden.

Dabei gibt es auch sogenannte Hotspots, wo besonders oft Verkehrssünder im ruhenden Verkehr erwischt werden. „Das sind vor allem die Rudolf-Breitscheid-Straße und der Markt in Wanzleben“, erklärt Pluntke weiter. Besonders oft würden durch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes das Parken ohne Parkscheibe sowie das Parken auf Grünflächen und Gehwegen festgestellt. Im gleichen Atemzug erläutert Pluntke auch, dass der Außendienst nicht mit dem in der Landeshauptstadt vergleichbar sei. „Bei uns gibt es keine Politessen und auch keinen kommunalen Ordnungsdienst.“ Dadurch sei kein regelmäßiger Außendienst möglich. „Diese Arbeit wird durch zwei Sachbearbeiter des Ordnungsamtes mit erledigt“, betont der Leiter des Ordnungsamtes.

Niemand wurde abgeschleppt

Was wiederum lobenswert sei, sei die Tatsache, dass kein einziger Falschparker habe abgeschleppt werden müssen. „Wir mussten im vergangenen Jahr gerade mal fünf Schleppvorgänge anweisen.“ Diese seien alle Sicherstellungen gewesen. „Gründe hierfür waren Fahrzeuge ohne Pflichtversicherung oder Zulassung, welche im öffentlichen Verkehrsraum standen oder bewegt wurden.“ Auch anders als in der Großstadt ist hier die Verfahrensweise der Beauftragung eines solchen Abschleppunternehmens. „In der Regel wird je nach Ortsteil der nächste verfügbare Abschlepper mit dem Schleppvorgang beauftragt“, so Pluntke. In Magdeburg wiederum sind zwei Unternehmen damit beauftragt. Hier wird die Stadt quasi in Nord und Süd bei den Aufträgen unterteilt.

Insgesamt konnten in Wanzleben im Jahr 2019 3826,50 Euro durch Parksünder eingenommen werden.