Wanzleben l Zehn der elf Ortsbürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde sind jetzt offiziell in Amt und Würden. Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos) hat ihnen bei einem feierlichen Akt am Donnerstagabend im Rathauskeller am Marktplatz den Amtseid abgenommen. Lediglich der Groß Rodensleber Ortsbürgermeister Jürgen Wichert fehlte. Er hatte sich in den Urlaub abgemeldet. Ihm wird Kluge den Amtseid am Montag abnehmen.

Groß Rodensleber Bürgermeister im Urlaub

Die Runde der Ortsbürgermeister ist eine Mischung aus neuen Gesichtern und „alten Hasen“. Neu in der Runde sind in Dreileben Anette Fink-Drache (Freie Wählergemeinschaft Sport Dreileben), im Zuckerdorf Klein Wanzleben Knut Freese (Wählergemeinschaft der Vereine Zuckerdorf) und in Remkersleben Martin Niemann (Freie Wählergemeinschaft Remkersleben).

In ihre Ämter wieder gewählt wurden in der Stadt Wanzleben Tino Bauer (Linke), in der Stadt Seehausen Eckhard Jockisch (Freie Wählergemeinschaft Seehausen), in Eggenstedt Andy Hotopp (Freie Wählergemeinschaft Eggenstedt), in Groß Rodensleben Jürgen Wichert (Freie Wählergemeinschaft Groß Rodensleben), in Domersleben Helge Szameitpreuß (Freie Wählergemeinschaft Domersleben), in Bottmersdorf/Klein Germersleben René Gehre (FDP), in Hohendodeleben Werner Jander (CDU) und in Klein Rodensleben Norbert Hoße (Pro Gemeinde Klein Rodensleben).

Damit sind die freien Wählergemeinschaften in der politischen Ausrichtung der Ortsbürgermeister am häufigsten vertreten, weniger die etablierten Parteien. Die Bürgermeister waren in ihren Ortschaftsräten bei den konstituierenden Sitzung gewählt worden.

Gratulation durch Kluge

„Ich gratuliere allen gewählten Ortschaftsräten, besonders den von ihnen gewählten Ortsbürgermeister“, sagte Thomas Kluge. Gerade die Ortsbürgermeister würden mehr leisten als es die Kommunalverfassung vorgebe. Sie würden vor Ort die Demokratie realisieren und die Verbundenheit zu den Bürgern fördern. Ebenso haben die Ortsbürgermeister den direkten Kontakt zu den Vereinen. „Die Ortsbürgermeister haben Ziele für ihre Ortschaften, die im Stadtrat harmonisiert werden müssen“, verdeutlichte Kluge.

Dabei müsse das Ziel der Gemeinschaft in der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde sein, alle Ortschaften angemessen gleich zu behandeln. Die Probleme seien nach Kluges Ansicht weiterhin die Finanzlage der Stadt und die angestrebte Konsolidierung des Haushaltes. „Wichtig ist das Richtige zu tun, das Tempo bestimmen die Finanzen“, sagte er.

Das vom Stadtrat beschlossene Integrierte Stadtentwicklungskonzept gebe dabei die Richtung der Entwicklung vor. „Wir haben nun fünf Jahre Zeit, um das Richtige zu tun“, merkte der Bürgermeister an. Dabei sollen die Stärken der Einheitsgemeinde, die Vereine und die Unternehmen erhalten und unterstützt werden. Diese Aufgaben seien ohne die Ortsbürgermeister, die sich aktiv mit einbringen würden, nicht zu leisten.