Remkersleben l Wann fängt eigentlich Weihnachten an? Das war die Frage, die Pfarrer Thomas Seiler, an den Beginn des Konzertes mit dem Landespolizeiorchester Sachsen-Anhalt in der Remkersleber Sankt-Michael-Kirche stellte. Viele der etwa 350 Gäste in der Kirche, so vermutete der Pfarrer, würde wohl zustimmen, dass die Weihnachtszeit beginnt, wenn am vierten Advent in Sankt Michael das Landespolizeiorchester aufspielt. Inzwischen war es das zehnte Mal, dass die Musiker – einst angelockt vom Chef der Landesbereitschaftspolizei, Rigo Klapa, der in Remkersleben zu Hause ist – hier ein weihnachtliches Konzert gaben.

Dabei waren aber nicht nur die Instrumente des Orchesters zu hören, sondern auch die glasklare Stimme der Solistin Doreen Günther. Und so manch einer im Publikum sang bestimmt auch leise mit, als sie die bekannten Weihnachtslieder wie „Sind die Lichter angezündet“ sang. Aber auch die Melodien aus den Filmen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ oder „Die Eiskönigin“ hatte das Landespolizeiorchester in sein Programm aufgenommen und sorgte so für anrührende Momente.

Ronald Degen schuf moderierend die Übergänge zwischen den einzelnen Musikblöcken. Bei einigen seiner lustigen Geschichten rund um Weihnachten, Geschenkekauf und Tannenbaumdekoration schmunzelten die Gäste.

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Mit zufriedenen Gesichtern verließen die Zuhörer nach etwa eineinhalb Stunden die Kirche. Doch nicht ohne die Leistung von Orchester, das unter Leitung von Uwe Stein spielte, und der Solisten mit viel Applaus zu honorieren.

Markt vor der Kirche

Der Platz vor der Kirche hatte sich in einen kleinen Weihnachtsmarkt verwandelt, über den langsam die Dunkelheit hereinbrach. Die Mitglieder des Feuerwehrfördervereins hatten mit Unterstützung des Kita-Fördervereins und einiger anderer fleißiger Helfer dafür gesorgt, dass die Konzertbesucher noch nicht gleich nach Hause gehen mussten. Hier duftete es nach Waffeln, dort nach Glühwein und hier gab es neben Gegrilltem auch noch selbst gebastelte Kleinigkeiten. Bei frühlingshaften Temperaturen suchten viele noch gern das Gespräch mit anderen. Und mittendrin zeigte sich der Weihnachtsmann, der die Kinder fürs Gedichteaufsagen mit kleinen Geschenken belohnte.

Andreas Uhde vom örtlichen Feuerwehrförderverein zeigte sich begeistert von der Resonanz und richtete auch seinen Dank an die Landfrauen, die sich um die Versorgung der Musiker kümmerten, sowie die Kirchengemeinde. Allerdings konnte der Erfolg seinen Ärger, den die Schwierigkeiten in der Vorbereitungsphase verursacht hatten, nicht ganz aufwiegen. Für das nächste Jahr hofft er auf eine reibungslosere Vorbereitung des Markttreibens.