Langenweddingen l Als Abschiedsgeschenk bemalten Schüler der 10. Klasse der Gemeinschaftsschule Sülzetal den Gemeinschaftsraum der Schule. Über zehn von ihnen kamen jeden Tag eineinhalb Wochen lang in den Raum und griffen zu Schere und Pinsel, Quast und Malstiften.

Da der Gemeinschaftsraum auch als Sportzimmer genutzt wird, hier stehen zwei Billardtische und auch eine Tischte-Platte, mussten die Mädchen und Jungen nicht lange über das Motiv nachdenken; Sportler sollten es sein.

Damit am Ende auch ein anständiges Ergebnis dabei herauskommen konnte, holten sie sich Hilfe. Mit dem in Schönebeck lebenden US-Amerikaner Will Young schaute ihnen ein Profi für Wandgestaltung über die Schulter und half ihnen, wo er konnte. „Zunächst haben wir den Entwurf auf Papier gezeichnet. Das Bild haben wir dann über einen Projektor an die Wand geworfen und es mit Bleistift abgemalt, sodass wir das Motiv auf der Wand hatten. Anschließend haben wir mit Pappe eine Schablone angefertigt und die für das eigentliche Malen an die Wand befestigt“, erklärt Profi Young die Arbeitsschritte. Bei dieser Cartoon-Technik könne man komplett auf alle Spritz-Geräte verzichten.

Handwerk gelernt

Schulsozialarbeiter Jens Tacke war begeistert von dem Mal-Projekt: „So üben die Mädchen und Jungs aus der Zehnten grundlegende, handwerkliche Techniken und sind sogar noch kreativ unter Profi-Anleitung.“

Die Idee für das Projekt sei vom Schülerrat gekommen, erklärt Klassenlehrerin Kerstin Schneider. „Das Motiv passt gut zum Anspruch der Schule. Wir verfolgen drei Ziele: Lernen im ländlichen Raum, optimale Berufsorientierung sowie Fitness und Gesundheit.“ Besonders freut sich die Klassenlehrerin über die Partner, die der Gemeinschaftsschule bei dem Projekt zur Seite standen: „Wir haben das als Team geschafft – zusammen mit dem Förderverein der Schule und dem Land Sachsen-Anhalt.“

Für die stellvertretende Schulleiterin der Gemeinschaftsschule Sülzetal, Heidi-Ines Klawe, ist es derweil entscheidend, dass „durch solche Projekte die Identifikation mit der Schule gesteigert wird. Wir freuen uns darüber, mit wie viel Leidenschaft und Engagement die Schüler hier bei der Sache waren“.

Dem 17jährigen Leon „hat es Spaß gemacht, den Raum zu verschönern. So was in der Gruppe umzusetzen ist einfach nur gut“. Sein Klassenkamerad, der 17jährige Louis betont, dass sie „nicht so einfach drauf los pinseln konnten. Die Technik war schon entscheidend. Nur gut, dass wir mit Will einen richtigen Kenner mit ruhiger Hand dabei hatten“. Für Lea (17) und Vivien (16) passt das Bild optimal in den Raum. „Nun ist er nicht mehr so kahl. Bei diesem Abschiedsgeschenk haben wir gerne geholfen!“