Abwechslungsreiches Angebot stellt Veranstalter, Beteiligte und Besucher rundum zufrieden

Kurzweil war kein Kunststück: Kultur und Kommerz in sonniger Symbiose

Von Ronny Schoof

Von A wie Apotheke bis Z wie Zahnarzt präsentierten sich am Sonntag zahlreiche Gewerbetreibende der Region mit Ständen in Eilsleben oder öffneten direkt die Ladentüren. Gespickt war das Programm außerdem mit Vereinsaktivitäten und kulturellen Angeboten zum Tag des offenen Denkmals. Mehrere hundert Besucher strömten ins Allertal.

Eilsleben. Ein überaus glückliches Gesicht zeichnete Annedore Feuerriegel am Montagmorgen aus. Fast beseelt wirkte die Vorsitzende des Eilsleber Gewerbevereins, die als solche den Hut für die große Gewerbeschau vom Sonntag auf hatte. Und weil die 70-Jährige ihr Engagement auch in der Kirchengemeinde einbringt, konnte sie gar nicht anders als zu sagen: "Es war wohl ein Gottesgeschenk, dass so schönes Wetter die Veranstaltung begleitete. Es war ein voller Erfolg mit guter Resonanz an allen Stellen."

Schon vor Monaten hatte der Gewerbeverein die Vorbereitungen für die zweite Auflage dieser Veranstaltung aufgenommen. "Es fällt natürlich viel Planungsarbeit an, und es ist nicht ganz einfach, alles perfekt einzusteuern", sagt Mitorganisator Christoph Timme. Am Ende hatte man rund 40 Partner im Boot – Händler, Handwerker, Dienstleister, Vereine und Interessengruppen, "die sich", wie Annedore Feuerriegel betonte, "alle ganz speziell eingebracht und für ein vielfältiges Angebot gesorgt haben".

In der Tat war es kein großes Kunststück, rund um den Rathausplatz einen kurzweiligen Tag zu verleben: In der Allertal-Apotheke konnte man sich eine eigene Creme anrühren, die Marggraf-Apotheke wartete mit einem interessanten Vortrag über die menschlichen Blutgefäße auf, im Beratungsmobil der Polizei gab es Tipps zur Sicherung des Eigentums, moderne Fensterbautechnik ließ sich in der Tischlerei Timme bestaunen, Optiker Ketzlar lud zum Sehtest, gesunde Beißerchen standen in den neuen Räumlichkeiten der Zahnarztpraxis Fiedler im Mittelpunkt, im Drehleiterkorb der Feuerwehr ging es hoch hinaus, bei der Volksbank bastelte man eifrig Ansteck-Buttons, während sich bei der Sparkasse das Glücksrad drehte. Dies und noch so vieles mehr von Gesichts- und Fußpflege über Klimatechnik bis hin zum Automobil machte die Gewerbeschau zu einer lebendigen Veranstaltung. Und nicht zuletzt hatten die kleinen und großen Unterhaltungskünstler daran ihren Anteil, indem sie nicht nur auf der Bühne, sondern auch zwischen den Standorten wandernd Auftritte absolvierten. Ein Übriges taten die Ausstellungen in der Kirche und im Hospital sowie die Besichtigungsmöglichkeiten am Wasserturm, im Klärwerk und in der Grundschule.

"Wichtig für die Aussteller war ja neben der Besuchermenge auch das Besucherinteresse", so Christoph Timme, "und wie wir von den Beteiligten gehört haben, war dies erfreulich ausgeprägt vorhanden." Und wie vertrug sich die Verbindung zwischen Kultur und Kommerz, also dem Tag des offenen Denkmals auf der einen und der Gewerbeschau auf der anderen Seite? "Bestens", wie Annedore Feuerriegel feststellt, "denn das eine ergänzt das andere. Separat hätten wir gewiss nicht so viele Leute anlocken können, hätten zum Beispiel auch der Heimat- und der Wasserturmverein gar keine Angebote gestartet. Wir haben von allen Seiten positive Rückmeldungen bekommen. Unser Dank geht daher an alle Mitwirkenden."