Langenweddingen l Langenweddingen feiert im Sommer das große Ortsjubiläum. Am 3. und 4. Juli wird nach der aktuellen Planung das Jubiläum anlässlich 1075 Jahre Langenweddingen gefeiert. „Wir planen einen Festumzug, an dem sich Vereine aus Langenweddingen beteiligen. Es soll die Schalmeienkapelle von Sülldorf spielen und es soll Ansprachen geben“, umreißt Ortsbürgermeister Andy Lankow (CDU), der für Planung und Durchführung verantwortlich ist, einige Höhepunkte der beiden Festtage.

Im Januar soll konkreter Plan stehen

Eine Einschränkung gebe es allerdings, so Lankow: „Ob das letztendlich vor dem Hintergrund der Coronapandemie so wie geplant stattfinden wird, steht aber noch in den Sternen.“ Auch ist im Gespräch, die geplanten Schill-Feierlichkeiten von Mai eventuell zu verlegen. Derzeit würden die Vereine angeschrieben, Ende Januar soll der konkrete Plan für das Fest stehen.

„Ob wir den Plan dann auch durchführen können, können wir heute noch nicht mit Bestimmtheit sagen“, sagt auch Jutta Spurek, Einrichtungsleiterin der Langenweddinger Begegnungsstätte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die gemeinsam mit dem DRK- Ortsverein die Bürger zum Mitmachen animiert. „Jeder ist aufgerufen, sich Gedanken zu machen, wie er den Ort schmückt. Man kann beispielsweise Wimpelketten häkeln oder nähen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.“

Bilder

Rotes Kreuz will eine Bilderchronik erstellen

Neben anderen Aktionen, die zur Zeit noch ausgearbeitet werden, plant das Rote Kreuz eine Bilderchronik zu erstellen. „Wer alte Fotografien mit Bezug zum Roten Kreuz und der Entwicklung des Roten Kreuzes im Ort hat, kann sie uns gerne leihweise zukommen lassen“, ruft Spurek die Bürger Langenweddingens auf. Die Fotos und Gegenstände zur Verschönerung des Ortes können im Frühjahr in der örtlichen DRK-Begegnungsstätte, Jubelberg 1, abgegeben werden. Warum man mitmachen sollte? „Das Jubiläum ist ein Höhepunkt im Leben in Langenweddingen und ein schöner Grund, zu zeigen, was man gemeinsam bewältigen kann“, erklärt Spurek.

Der Langenweddinger Heimat- und Kulturverein „Die Weddinger“ plant verschiedene Aktionen und stimmt sich eng mit dem Ortsbürgermeister Andy Lankow darüber ab, ob diese vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auch wirklich stattfinden können. Vorgeschlagen hat der Verein ein Eröffnungskonzert und eine Ausstellung zur historischen Ortsentwicklung von 946 bis 2021. „Die Ausstellung legt einen besonderen Fokus auf die Entwicklung der Landwirtschaft, auch wenn dieser lange Zeitraum notwendigerweise lückenhaft dargestellt wird“, berichtet Jürgen Zimmermann, Schatzmeister des Vereins.

Historische Erntetechnik beim Festumzug

Des Weiteren ist ein Expertenvortrag zur Geschichte des Bördedorfes Langenweddingen geplant, eine Tanzgruppe soll eine Modenschau zeigen und der Heimatverein will sich mit historischer und heutiger Erntetechnik am Festumzug beteiligen. „Es sollen zehn bis 20 technische Geräte präsentiert werden, von einem Lanz-Bulldog bis hin zu einem hochmodernen Traktor“, sagt Zimmermann.

Der Hauptveranstaltungsort der Jubiläumsfeiern soll das Freibad „Ostende“, Am Prödel 2a, in Langenweddingen sein. Der Expertenvortrag soll nach derzeitiger Planung im Bürgerhaus Langenweddingen, Jubelberg 1, stattfinden. Als Ort für das Eröffnungskonzert ist die Evangelische Kirche „St. Georg“, Am Kirchtor 25, vorgesehen. Doch woher weiß man, dass der Ort so alt ist? „Aus dem Jahr 946 gibt es eine erste Erwähnung in einer besiegelten Urkunde durch Kaiser Otto I.. Damals hieß der Ort noch ,Westerwattinge‘. Ich habe sie gemeinsam mit Karl-Heinz Daehre, Sachsen-Anhalts ehemaligem Bau- und Verkehrsminister, im Landesarchiv Magdeburg angesehen“, berichtet Zimmermann. Der Heimatverein hat sich bei seiner Gründung im Jahr 2002 das Ziel gesetzt, über das Miteinander mit den Bürgern die geschichtliche und traditionsreiche Entwicklung des Bördedorfes zu erforschen, zu bewahren sowie diese Kenntnisse speziell an die jungen Generationen weiter zu vermitteln.

Verein setzt auf Vorträge und Ausstellungen

„Dabei setzten wir vor allem auf unsere öffentlichen Ausstellungen, Vorträge und weiteren Veranstaltungen, die sich viel mit ländlich-historischen Gegebenheiten sowie mit populären und aktuellen Themen befassen“, sagt Zimmermann.