Bahrendorf l Die Mitglieder der Heimatvereins „De Bahrndorper“ haben gerufen und alle sind gekommen. Auf dem Gelände am Dorfteich tummeln sich etliche Besucher schon gut eine Stunde vor dem Beginn des Fackelumzugs zum 15. Lichterfest in der Gemeinde. Schon jetzt legen die Gastgeber ordentlich Würste und Buletten auf den Grill. Im Laufe des Abends müssen die Helfer hier Schwerstarbeit leisten, um den Nachschub zu gewährleisten.

Derweil versammeln sich auch schon die ersten Teilnehmer des Umzugs vor dem Schloss. Während die Sülldorfer Schalmeienkapelle in Position geht, verteilt Carsten Loof der Vorsitzende des Heimatvereins – Fackeln an Eltern, Kinder und Jugendliche. Diese stellt der Heimatverein kostenlos zur Verfügung. Gemeinsam mit Polizei und Feuerwehr geht es dann auf den Marsch durch die Ortschaft, begleitet von den musikalischen Klängen der Kapelle. Die Bahrendorfer und ihre Gäste sind dabei über eine gute halbe Stunde unterwegs und kommen letztendlich gut gelaunt auf dem Festplatz an. Der hat sich inzwischen mehr und mehr gefüllt.

Hier herrscht emsige Betriebsamkeit, denn die Kerzen für das Lichterfest werden entzündet und an den hier überall stehenden Modellen angebracht. Andere wiederum werden im beginnenden Abend von elektrischem Licht erhellt. Auf dem Teich sind ein Schwanenpaar, Delphine und eine echte Meerjungfrau zu sehen. Mitten auf dem Festplatz erstrahlt ein übergroßes Einhorn. Allesamt sind die Darstellungen aus Metall gefertigt.

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Selbst am Dorfbrunnen mit dem „Männecken Piss“ gibt es Motive, die nun im Lichterschein gut zu erkennen sind. Die Mitglieder des Heimatvereins und zahlreiche Unterstützer verteilen fleißig tausende Teelichter. Da ein leichter Wind über das Gelände geht, müssen einige noch einmal entzündet werden. Letztendlich bekommt das Fest des Heimatvereins eine romantische Note, als die Kerzen flackernd die Szenerie erhellen. Das ist nicht nur eine besonderer Anblick für die Kinder, die zwischen den Motiven umherhuschen, auch die Erwachsenen schauen sich das Gelände und die Darstellungen interessiert an.

So ganz nebenbei geht es dabei dem Hunger und dem Durst gehörig an den Kragen. Die Schalmeienkapelle gibt noch ein Ständchen und später sorgt ein DJ für die musikalischen Klänge. Den krönenden Abschluss bildet zu späterer Stunde ein Höhenfeuerwerk, welches den Ort in malerische Lichtvarianten taucht. Die Gastgeber zeigen sich mit dem Verlauf des Abends und der Resonanz durch die Besucher recht zufrieden. Diese kommen nicht nur aus dem Ort und dem Sülzetal, sondern auch aus der näheren Umgebung angereist. Manche von ihnen absolvieren einen kurzen Spaziergang von Altenweddingen oder Stemmern herüber.

„Wir haben eine tolle Party mit unseren Besuchern gefeiert“, resümiert ein glücklicher Carsten Loof noch am späten Abend. „Ich möchte mich bei unseren Sponsoren und natürlich den vielen fleißigen Helfern bedanken. Ohne diese Unterstützung wäre das alles nicht möglich.“