Wanzleben l Bereits als Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos) und Lars Wärmer vom kreisweit agierenden Arbeitskreis „SchuleWirtschaft“ auf der Bühne standen, um die Berufsmesse zu eröffnen, platzte der Saal aus allen Nähten. Auf dem Parket des Kulturhauses Wanzleben drängten sich die jungen Leute, die allein oder in Begleitung ihrer Eltern die Messe besuchten. Sichtlich interessiert drängten sie sich durch die Reihen der Tische. An denen standen oder saßen die Vertreten von 29 Unternehmen, der Stadt Wanzleben, des Bördekreises, Verbänden, Institutionen, Wohlwahrtsorganisationen sowie von Armee und Polizei, um den Jugendlichen Ausbildungschancen aufzuzeigen.

„Ihr braucht nicht abzuwandern“, sagte Lars Wärmer, ehrenamtlicher Vorsitzender des Arbeitskreises „SchuleWirtschaft“ und im Klein Wanzleber Werk von Nordzucker für die Ausbildung verantwortlich, zur Eröffnung der Berufsmesse in Wanzleben. Die Messe solle den Jugendlichen vielmehr aufzeigen, welche Ausbildungsmöglichkeiten sie direkt vor der Haustür haben. Als Gäste konnten er und Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge als Gastgeber die Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch (CDU) aus Harbke, die Wanzleber SPD-Landtagsabgeordnete Silke Schindler und den zukünftigen Börde-Landrat Martin Stichnoth (CDU) begrüßen.

„Wir waren mit der Berufsmesse sehr zufrieden“, sagte Karina Beuke, Heimleiterin des Betreuungszentrums in Kloster Meyendorf. Zusammen mit ihrer Pflegedienstleiterin Gabi Behne besetzte sie einen Stand auf der Messe und machte für den Beruf der Pflegefachkraft für die Altenpflege aufmerksam. Für Karina Beuke habe die Messe für die jungen Leute viele Möglichkeiten, sich sehr facettenreich über Berufe zu informieren. Jedoch habe sie festgestellt, dass viele Schüler noch nicht wissen würden, was sie später einmal werden wollen. Jugendliche haben sich jedoch für Praktika in der Altenpflege interessiert. Im Kloster Meyendorf werden etwa 100 pflegebedürftige Menschen betreut. Das Betreuungszentrum bildet in jedem Jahr zwei Altenpflegekräfte aus. Auch Kloster Meyendorf habe Probleme beim Gewinnen von Nachwuchskräften. „Alles, was mit Schichten sowie Arbeiten an Feiertagen und am Wochenende zu tun hat, ist schwierig zu besetzen“, schätzte Karina Beuke ein.

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„Die erste Berufsmesse im Kulturhaus Wanzleben war sehr erfolgreich. Vertreter der Betriebe zeigten sich zufrieden und die jungen Leute sowie deren Eltern fühlten sich angesprochen und wurden gut informiert“, schätzte Kluge im Nachgang ein. Seiner Meinung nach habe die Mannigfaltigkeit der Branchen, die sich vorgestellt haben, bei den Jugendlichen einen breite Zustimmung gefunden. Die Fragebögen, die die jungen Besucher ausfüllen konnten, würden nun ausgewertet werden. Der Arbeitskreis „Schule Wirtschaft“, die Ganztags- und Gemeinschaftsschule und die Stadt Wanzleben würden gerne Vorschläge und Hinweise aufnehmen, um die nächste Berufsmesse in Wanzleben daran auszurichten. Eine Neuauflage der Informationsveranstaltung gebe es auf jeden Fall.