Wanzleben l Zum Spielen, Toben und Verweilen lädt der Spielplatz an der Wanzleber Rudolf-Breitscheid-Straße, Ecke Schulpromenade, nicht mehr ein. Bereits mehrfach hatten Rowdys das Trampolin, das inmitten des öffentlichen Spielplatzareals im Boden eingelassen war, demoliert. Ob die Stadt die Sprungstelle erneuern lässt, hatte auf der jüngsten Hauptausschusssitzung Stadtrat Sandro Meyer die Verwaltung gefragt.

Bürgermeisterin Petra Hort (Die Linke) erklärte, dass aus Sicherheitsgründen am besagten Spielplatz zunächst die Gefahrenstelle nur geräumt werden konnte. Zu Meyers Frage um eine Reparatur gab sie unmissverständlich zu verstehen, dass für die Instandsetzung von solchen Vandalismusschäden in der haushaltslosen Zeit kein Geld vorhanden sei. „Jegliche Beschaffungen ab 100 Euro sind anzumelden, ab 1000 Euro vor der Ausführung zu beantragen. Wir haben kein Geld. Dieser Umstand geht auch mir ans Nervenkostüm“, erklärte die Verwaltungschefin.

Gegen die mutwillige Zerstörungswut unbekannter Randalen an öffentlichen Plätzen sei keine Stadt versichert, erklärte dazu gestern auf Nachfrage Bauamtsleiter Olaf Küpper. „Wir haben das demolierte Spielelement vorerst zurückgebaut. Den entstandenen Schaden übernimmt keine Versicherung. Auf den Kosten bleibt die Kommune sitzen.“

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Immer wieder Probleme

Insgesamt ist die Stadt für 26 in der Einheitsgemeinde öffentlich zugängliche Spielplätze zuständig. Allein vier davon befinden sich in Wanzleben. „Am Spielplatz in der Schulpromenade haben wir in den vergangenen Jahren mit Abstand die meisten Probleme und Reparaturen zu verzeichnen gehabt“, merkt Küpper an. Zu den jüngsten Vandalismusschäden hatte sich auf der Ausschusssitzung auch Stadtrat Ernst Isensee (CDU) zu Wort gemeldet. „Ich finde es außerordentlich bedauerlich, wie hier mit öffentlichem Eigentum umgegangen wird. Dafür habe ich kein Verständnis. Das Trampolin muss unter massiver Gewaltausübung zerstört worden sein.“

Leider konnte bislang noch kein Verdächtiger zur Verantwortung gezogen werden. So wie auch schon in den vergangenen Jahren. Immer wieder hatte es Bürgerbeschwerden auch über Lärm, Müll, illegales Abfeuern von Feuerwerkskörpern und freilaufende Hunde gegeben. Zeugen können sich im Fall von Vandalismus bei der Polizei unter 039209/470 melden, teilt das Amt mit.