Seehausen

Neue Flächen für Wohnbebauung werden ausgewiesen

In Seehausen entstehen neue Wohngebiete im Seeblick und gleich gegenüber den NP-Markt. Insgesamt können sich hier künftig elf Eigenheimbauer niederlassen. Zunächst gibt es aber Ärger mit Unkraut, welches auf Flächen steht, die die Einheitsgemeinde übernommen hat.

Von Christian Besecke
Ortsbürgermeister Eckhard Jockisch  auf dem Gelände des künftigen Baugebietes Seeblick in der Stadt Seehausen.
Ortsbürgermeister Eckhard Jockisch auf dem Gelände des künftigen Baugebietes Seeblick in der Stadt Seehausen. Foto: Christian Besecke

Seehausen - Die Straße im künftigen Wohngebiet Seeblick ist bereits fertiggestellt. Die Fläche, die künftig bebaut werden soll, dient derzeit in Teilen zur Zwischenlagerung von Baumaterielaien aus dem Vorhaben im Breiten Weg. Das schmeckt nicht jedem Anwohner, die damit Steine, Sand und Erde praktisch vor ihrer Haustür liegen haben.

„Der Bereich wird nur temporär als eine Art Zwischenlager genutzt“, erklärt Ortsbürgermeister Eckhard Jockisch beim Termin mit der Volksstimme. Mit Beendigung der Baumaßnahmen im Breiten weg soll auch hier das gelagerte Baumaterial verschwinden. So lange müssen die Anwohner damit leben.

Allerdings ist hier noch lange nicht Schluss mit den Arbeiten. So wird noch ein Wendehammer errichtet und auch das alte Kulturhaus muss weichen. „Dafür haben wir Fördermittel beantragt“, erläutert Jockisch. Die benötigte Geldsumme für den Abriss liegt bei etwa 120000 Euro. Während der Wendehammer wohl noch in diesem Jahr in Angriff genommen wird, sind die Abrissarbeiten für das nächste Jahr vorgesehen.

Die Ausschreibung der insgesamt sechs Grundstücke erfolgt noch in diesem Jahr. Interessenten gibt es sowohl für den Seeblick wie auch für das künftige Wohngebiet gegenüber dem NP-Markt.

Gemeinde erst seit 1. Juni Eigner der Fläche beim NP

Letzteres wurde erst zum 1. Juni 2021 an die Einheitsgemeinde übergeben. Der Bebauungsplan dafür soll noch in diesem Jahr erstellt werden. Platz finden dann hier vier bis fünf Eigenheimbauer. Noch bis vor kurzem gab es hier Gartenparzellen, die aber inzwischen beräumt worden sind, und zwar vom Verband der Kleingärtner. Da sich hier keine Interessenten zur Pacht von Gärten fanden, wurde die Fläche eingeebnet und zurückgebaut.

Jetzt verwildert sie zusehens und das gefällt den Anwohnern auch nicht sonderlich, da das Unkraut bis an die benachbarten Grundstücke heranreicht. Allerdings ist die Übergabe des Bereiches vom Verband der Kleingärtner an die Stadt Wanzleben auch erst kürzlich erfolgt. „Bis zum 1. Juni konnten wir hier nichts machen, da uns schlicht und ergreifend der Grund und Boden noch nicht gehörte“, sagt Bauamtsleiter Olaf Küpper. „Jetzt sofort Mäharbeiten auf dem Gelände anzusetzen, sei spontan nicht möglich gewesen. „Wir haben zunächst einmal als Gemeinde dafür zu sorgen, dass Straßenrandbereiche und Einmündungen frei sind“, erläutert Küpper. „Damit haben die Mitarbeiter des Bauhofes schon mächtig zu tun.“

Seehausens Ortsbürgermeister bestätigt dies. „So schnell wie Gras und Unkraut derzeit wachsen, können die Mitarbeiter kaum nachkommen“, sagt er. Allerdings hat er frohe Kunde für die Anwohner des Geländes gegenüber dem Markt. „Ich habe mich beim Bauhof erkundigt und die Fläche wird im Laufe in der kommenden Woche gemäht.“

Eckhard Jockisch denkt aber schon weiter. Für ihn sind die Ausweisung neuer Bebauungsflächen die Chance, junge Familien in der Stadt anzusiedeln. So ist mittlerweile auch das marode Rathaus der Stadt verkauft worden. In dem Gebäude sollen künftig im Erdgeschoss Gewerbeflächen geschaffen werden, was auch gut für Seehausen sei.