Gerätehaus

Neues Depot für die Feuerwehr Süd

Die Einheitsgemeinde Sülzetal will für die neue Feuerwehr Süd bei Altenweddingen ein neues Gerätehaus für eine Million Euro bauen.

Von Mathias Müller

Altenweddingen l Im Sommer des vergangenen Jahres wurden die freiwilligen Feuerwehren Altenweddingen, Bahrendorf und Stemmern aufgelöst und aus ihnen die Freiwillige Feuerwehr Sülzetal Süd gegründet. Damit die Kameraden einen festen Standort für ihre Fahrzeuge und die Ausbildung haben, hat sich die Gemeinde entschlossen, ein neues und modernes Feuerwehrgerätehaus zu bauen.

Das neue Depot für die Feuerwehr Sülzetal Süd soll seinen Standort am Altenweddinger Ortsausgang in Richtung Bahrendorf haben. Das Gelände liegt in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße 246a und bietet daher im Ausrückefall der Löschfahrzeuge beste Voraussetzungen.

„Mit dem neuen Gerätehaus wollen wir unseren Kameraden die besten Voraussetzungen für ihre verantwortungsvolle und ehrenamtliche Arbeit zum Wohl der Bevölkerung im Sülzetal geben“, sagt Bürgermeister Jörg Methner (SPD). „Es dient vor allem der Sicherheit der Bevölkerung“, ergänzt René Kellner, Methners Stellvertreter sowie Fachbereichsleiter Inneres, Soziales und Ordnung und somit direkt für die Feuerwehren des Sülzetals aus Sicht der Gemeindeverwaltung zuständig. Die Feuerwehr Süd verfüge aus Kellners Sicht über ein Stamm von gut ausgebildeten Kameraden und einem modernen Fahrzeugpark. Jetzt sei es an der Zeit, für die Feuerwehr auch ein modernes Gerätehaus zu bauen.

Jedoch bereite die Finanzierung des Neubaus für die Feuerwehr Süd den Verantwortlichen in der Gemeinde noch einiges Kopfzerbrechen. „Wir hoffen, dass die vom Innenminister zugesagten Fördermittel auch fließen werden“, verdeutlicht Kellner. Komme das Sülzetal nicht in den Genuss der Fördergelder vom Land Sachsen-Anhalt, dann müsse sich die Kommune darauf vorbereiten, das neue Gerätehaus in Eigenfinanzierung zu errichten. „Zurzeit scheint es keine Förderung zu geben. Dann müssen wir nach anderen Lösungen suchen“, bekräftigt Sülzetal-Bürgermeister Jörg Methner den festen Willen der Kommune, für die Feuerwehr Süd ein neues Gerätehaus bauen zu wollen.

In den kommenden zwei Wochen erwartet die Spitze der Gemeindeverwaltung im Rathaus von Osterweddingen erste Vorschläge des Planers zur Gestaltung und des Aussehens des Feuerwehrgerätehauses. Das Depot und die Nebenanlagen wie Parkplätze und Übungsflächen sollen auf einer Fläche von etwa 5000 Quadratmetern entstehen. Das Gebäude wird vier Garagen haben, in denen die vier Feuerwehrfahrzeuge untergestellt werden. Die Höhe der Tore betrage 4,50 Meter, so dass in den Garagen auch in Zukunft Löschfahrzeuge unterkommen können, die noch höher werden als die jetzt üblichen. Nach den Worten Kellers stehe zudem für die nächsten Jahre die Anschaffung eines neuen Gerätewagens Logistik auf der Beschaffungsliste der Gemeinde. Das neue, ebenerdige Gerätehaus wird außerdem über einen Schulungsraum, einen Raum für die Jugendfeuerwehr und einen Sanitärbereich verfügen.

Das Areal befindet sich bereits im Eigentum der Gemeinde. Wie René Kellner sagt, laufe zurzeit die Auslegung des Bebauungsplans, damit die Kommune in diesem Mischgebiet das Gerätehaus auch bauen könne. Es liege bereits ein Gutachten vor, wonach es der Boden gestatte, auf ihm ein Gebäude zu bauen.

Die Zufahrt der Kameraden auf ihrem Weg zum Dienst wird zum neuen Gerätehaus über die Haferbreite erfolgen. Rücken die Einsatzkräfte im Ernstfall mit ihren Fahrzeugen zum Einsatz aus, fahren sie direkt auf die Bundesstraße 246a. Dort soll nach den Vorstellungen der Gemeinde eine Lichtsignalanlage den fließenden Fahrzeugverkehr auf der Bundesstraße auf die ausrückenden Löschfahrzeuge aufmerksam machen.

Mit der Inbetriebnahme des neue Gerätehauses erhoffe sich die Gemeinde auch eine Kostenersparnis, da sie dann die nicht mehr benötigten Feuerwehrgerätehäuser in Altenweddingen, Bahrendorf und Stemmern außer Betrieb nehmen könne und nicht mehr unterhalten müsse. Außerdem gebe es für Bahrendorf und Altenweddingen Interessenten für die Häuser, so dass durch den Verkauf eine gewisse Refinanzierung erfolgen könne.

Zusätzlich wolle die Gemeinde Sülzetal an das neue Altenweddinger Gerätehaus eine Garage anbauen. In der soll kommunale Technik unterstellt werden.