Langenweddingen l Mit einem Abstimmungsverhältnis von sechs zu zwei Stimmen hat sich der Ortschaftsrat von Langenweddingen entschlossen, im Dorf wieder einen öffentlichen Spielplatz zu bauen. Wie Langenweddingens Ortsbürgermeisterin Jutta Spurek (Linke) im Gespräch mit der Volksstimme informierte, soll der neue Spielplatz auf dem alten Sportplatz in der Langen Straße entstehen. Der Ortschaftsrat hatte sich gegen einen anderen, möglichen Standort an der Ecke Wolfschartstraße/Robert-Koch-Straße ausgesprochen.

Wie Jutta Spurek sagte, habe es bis vor etlichen Jahren auf dem alten Sportplatz im hinteren Bereich hin zum Schill-Denkmal bereits einen öffentlichen Spielplatz gegeben. Die Geräte seien allerdings dem Vandalismus zum Opfer gefallen.

„Die Debatte um einen neuen, öffentlichen Spielplatz in Langenweddingen hat uns im Ortschaftsrat lange Zeit beschäftigt“, sagte Jutta Spurek. Die Mitglieder des Ortschaftsrates hätten sich dabei vom Grundsatz leiten lassen, für die Kinder im Dorf etwa tun zu wollen. Bei der Sitzung des Ortschaftsrates habe die Langenweddinger Mutter Sabrina Ostermann vor den Mitgliedern das von ihr entwickelte Konzept zur Gestaltung der öffentlichen Spielfläche vorgestellt.

Wie Jutta Spurek zu verstehen gab, sei es indes noch unklar, wie Langenweddingen den Bau des Spielplatzes finanzieren wolle. Da die Einheitsgemeinde Sülzetal für 2015 über keinen Haushalt verfügen werde, sei der Einsatz von öffentlichen Geldern fraglich. Den Spielplatzplan über Geld von Sponsoren und Spenden aus der Bevölkerung zu stemmen, sei eine andere Möglichkeit. „Jetzt müssen wir erst klären, wer die Leitung des Projektes haben wird und wie die Maßnahmen zur Umsetzung koordiniert werden sollen“, verdeutlichte die Ortsbürgermeisterin. Dazu sei ein Gespräch zwischen Vertretern des Ortschaftsrates, der Gemeindeverwaltung und interessierten Eltern geplant.

Schule nicht schließen

Der geplante Bau eines öffentlichen Spielplatzes in Langenweddingen, steht in keinem Zusammenhang mit dem Spielplatz an der Grundschule. An der Schule ist der Aufbau neuer Spielgeräte geplant, die zum Teil schon vorhanden sind. Die alten Geräte waren wegen baulicher Mängel vom Technischen Überwachungsvereins (TÜV) nicht mehr abgenommen wurden.

Bauchschmerzen habe Langenweddingens Ortsbürgermeisterin Jutta Spurek indes mit der Fortschreibung des Gemeindeentwicklungskonzeptes, das die Mitglieder des Sülzetal-Gemeinderates seit Monaten beschäftige. Sie frage sich, welches Gemeindeentwicklungskonzept eigentlich fortgeschrieben werden solle, da die Gemeinde über kein derartiges beschlossenes Konzept verfüge. „Das geht mir alles zu hastig“, gab die Kommunalpolitikerin zu verstehen. Schließlich solle das Konzept Eckpunkte festschreiben, die über die Zukunft des Sülzetals entscheiden würden. In das Konzept sei die zukünftige Schullandschaft der Gemeinde eingebettet. Es sehe vor, die Grundschulstandorte Osterweddingen und Altenweddingen zu erhalten und Langenweddingen zu schließen. „Dabei hat der Schulstandort Langenweddingen die besten Voraussetzungen“, war sich Jutta Spurek, die für die Linke ebenso im Gemeinderat sitzt, sicher. Zudem erinnerte sie an einen Beschluss des Gemeinderates, wonach im Sülzetal alle drei Grundschulen zu erhalten seien. Dem widerspreche das Entwicklungskonzept.