Breitensport

Pläne für neue Sporthalle in Osterweddingen werden vom Ortschaftsrat angenommen

Mit einer breiten Akzeptanz reagierte der Ortschaftsrat Osterweddingens auf den Entwurf für den Neubau der örtlichen Sporthalle. Alle Wünsche mit Blick auf die Räumlichkeiten seien von der Verwaltung berücksichtigt worden, hieß es. Nur die Zahl der Parkplätze reiche so nicht aus.

Von Udo Mechenich
Blick auf die alte Sporthalle: 2023 kann der Neubau der Sporthalle in Osterweddingen beginnen, erklärte die Fachbereichsleiterin Bau, Jeannette Willborn, bei der Sitzung des Ortschaftsrats von Osterweddingen.
Blick auf die alte Sporthalle: 2023 kann der Neubau der Sporthalle in Osterweddingen beginnen, erklärte die Fachbereichsleiterin Bau, Jeannette Willborn, bei der Sitzung des Ortschaftsrats von Osterweddingen. Fotos: Udo Mechenich

Osterweddingen l Große Zustimmung erhielt der Plan für den Neubau der Sporthalle bei der Sitzung des Ortschaftsrats von Osterweddingen am vergangenen Mittwochabend im alten Feuerwehrgerätehaus. Dieser erste Entwurf sei die Basis für das weitere Vorgehen. Alle Wünsche und Ideen aus dem Ortschaftsrat und den Vereinen seien darin eingeflossen, hieß es vonseiten der Fachbereichsleiterin „Bau und Gestaltung“ in der Verwaltung der Gemeinde Sülzetal, Jeannette Willborn.

Gegenüber der Grundschule auf dem derzeitigen Schotterplatz wird die neue Halle entstehen. Die künftige Lage dort habe sich ein wenig verändert, da man die Größe den Wünschen entsprechend habe anpassen müssen, sagte Willborn. Um auch einen Imbissraum, den Geräteraum und einen Stiefel- und Turnschuhgang zu ermöglichen, sie die Planung für die Halle nun ein wenig größer geworden. Die Horträume seien im ersten Obergeschoss untergebracht, und auch bei den Außenanlagen sehe sie keine Probleme, berichtete Bauexpertin Willborn. „Toben Sie sich aus! Die Planer warten auf ihr Feedback.“

„Es ist bekannt, dass ich kein Freund davon bin, den Neubau dort an der Grundschule zu errichten“, stieg Osterweddingens Ortsbürgermeisterin Birgit Wasserthal (Vereine für das Sülzetal) in die Diskussion ein. Für sie wäre ein Neubau am Sportplatz die bessere Lösung gewesen. Mit Blick auf den vorliegenden Plan aber sagte sie, dass die „Planung gut ist. Alle Räume wurden berücksichtigt“.

In die gleiche Richtung ging auch das Urteil ihres Fraktionskollegen Marco Falkenberg. „Für den Radsportverein ist alles drin. Auch für unseren Sportverein gibt es genügend Umkleidekabinen und Materiallager. Ich spreche hier meinen absoluten Dank an die Planer aus.“ Einzig eine Toilette fehle noch in der ersten Etage.

Ähnlich wie Ortsbürgermeisterin Wasserthal erinnerte Ratsmitglied Danny Schonscheck daran, dass auch er den Standort am Sportplatz bevorzugt hätte. Die Demokratie aber habe ein anderes Ergebnis gebracht. „Der vorliegende Entwurf ist optisch wirklich sehr gut gelungen. Die Aufteilung der Räume passt“, urteilte der Christdemokrat, „nur bei den Parkplätzen habe ich Bedenken. Das wird so nicht reichen.“ Als zusätzliche Anregung gab Schonscheck der Verwaltung mit, über einen Zaun ringsherum nachzudenken. Dieser müsse auch abgeschlossen werden können. „Wir müssen dem Vandalismus Herr werden. Mit solch einer Umzäunung würden wir der Polizei eine Handhabe geben.“ Eine Möglichkeit der Verdunkelung sei darüber hinaus, gerade mit Blick auf die Tischtennisabteilung, unverzichtbar.

Auch Wolfgang Kettner (Vereine für das Sülzetal) war „der Mangel an Parkplätzen sofort aufgefallen. Gerade bei Veranstaltungen wird da ringsherum nix mehr gehen“. Ähnlich urteilte Mike Eve (KHV-OSV). „Der Entwurf ist sehr gut gelungen. Aber auch mir fehlen die Stellplätze. Gerade wenn die Eltern ihre Kinder abholen, wird es da zu Schwierigkeiten kommen. Darüber hinaus fehlen Stellplätze für Räder bisher komplett.“ Ebenso meinte Liane Samland (KHV-OSV) das „verkehrstechnische Probleme ohne zusätzliche Stellplätze vorprogrammiert sind“.

Als Besucher war Heiko Hampel (CDU, Altenweddingen) zu der Sitzung des Osterweddingener Ortschaftsrats gekommen. Der erste stellvertretende Vorsitzende des Gemeinderats und auch Vorsitzende des Bauausschusses bat die Mitglieder des Ortschaftsrats, das Problem der Parkplätze im Auge zu behalten. „Gerade bei Veranstaltungen kann das zu Problemen führen.“

Kritik am Entwurf kam einzig von Ratsmitglied Alexander Rätz (CDU). „Ich finde die Halle mit Blick auf die Kosten, die Parkplätze, den Unterhalt und die Instandhaltung zu groß.“

Widerspruch in dieser Beurteilung bekam er jedoch prompt von Kettner und Schonscheck. „Meine Erfahrung sagt mir, dass wir in der neuen Halle Turniere ermöglichen müssen. Wir müssen zeigen, dass wir da sind. Wir planen jetzt nicht für Heute oder Morgen. Wir müssen weiter vorausschauen“, betonte Kettner. Christdemokrat Schonscheck unterstrich, dass „jetzt nicht die Zeit ist, zu kleckern. Wir müssen da etwas Vernünftiges hinstellen.“ Gerade mit Blick auf die steigende Schülerzahl an der Grundschule in Osterweddingen müsse mit dem Neubau eine höhere Funktionalität gelingen.

Einen Blick in die Zukunft wagte Fachbereichsleiterin Willborn am Ende der Aussprache. Die Finanzierung laufe auch über ein Bundesprogramm. Für den entsprechenden Fördermittelantrag liege eine Eingangsbestätigung im Rathaus in Osterweddingen vor. Im März sollte es dazu eine Rückmeldung aus Berlin geben. Diese liege aber immer noch nicht vor. Von Berlin aus habe es geheißen, dass man von Nachfragen absehen soll, erklärte Willborn. „Ich bin nun wild entschlossen, dem jetzt nicht mehr nachzukommen. Nur mit einer Rückmeldung können wir einen qualifizierten Antrag einreichen.“

„Wann müssen wir dafür Geld in den Haushalt einstellen?“, wollte Ratsmitglied Kettner angesichts dieser Beschreibung Willborns wissen. „Wir brauchen die neue Sporthalle – egal ob wir Fördermittel bekommen oder nicht. Ich werde nächste Woche in Berlin nachfragen“, antwortete ihm Willborn, „2022 ist dann eine Genehmigungs- und Ausführungsplanung möglich. 2023 könnte der Baubeginn erfolgen.“ Genau diese Zahlen, Daten und Termine forderte Christdemokrat Hampel abschließend ein. Nur so sei eine weitere Beratung im Bauausschuss und im Gemeinderat möglich.