Hohendodeleben l Der Friedhof in Hohendodeleben ist nach Ansicht von Einwohner Wolf-Burkhardt Bach in einem schlechten Zustand. „Als ich Anfang August den Friedhof in Hohendodeleben betrat, war ich sehr enttäuscht und erschüttert über den neuerlichen, sehr schlechten Zustand“, sagt der Hohendodeleber zur Volksstimme. Obwohl dieses Problem bereits oftmals thematisiert worden sei, wolle er nicht müde werden und sich für eine deutliche Verbesserung des Zustandes einsetzen.

Nach einer Windböe, die zu Beginn des Monats über den Friedhof hinweg fegte, lagen noch überall abgebrochene Äste und Zweige auf den Wegen und Anlagen herum, berichtet Bach weiter. Ein umgebrochener Baum, der auf der halb- anonymen Grabanlage gelegen habe, habe ihn fassungslos und kopfschüttelnd den schlechten Zustand des Friedhofs erkennen lassen. Der umgestürzte Baum sei mittlerweile von mehreren beherzten Bürgern von der halbanonymen Grabanlage gezogen und davor abgelegt worden.

Wege sind in schlechtem Zustand

„Auch stellte ich mir die Gefühle der Angehörigen vor, wenn sie vor diesem Gräberfeld mit ihren hier bestatteten lieben Angehörigen stehen“, verdeutlichte der Hohendodeleber. Für Bach seien diese Zustände und die Handlungsweise der zuständigen Verwaltungsmitarbeiter verantwortungs- und pietätlos.

„Weiterhin sei trotz bereits getätigter öffentlicher Hinweise hier nochmals die Kritik über den unbefriedigenden Zustand der Wege gestattet, denn selbst die Hauptwege werden jetzt mit Unkraut überwuchert“, listet Bach einen weiteren Missstand auf dem Hohendodeleber Friedhof auf. Er merkte weiterhin kritisch an, dass bereits im April der Außenputz der Trauerfeierhalle entfernt worden sei und bis heute keine Erneuerung oder eine Information über die Verzögerung im Friedhofsschaukasten dazu erfolgt sei.

Am fehlenden Geld könne es nach Ansicht von Wolf-Burkhardt Bach in der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde nicht liegen, da ja viel größere Vorhaben angepackt werden würden und die Kleineren dann in den Hintergrund und in Vergessenheit treten. „Sicherlich hat man in der Wanzleber Verwaltung unseren Friedhof vergessen oder den Anschluss verpasst, denn die Aushänge im Schaukasten am Friedhofsgerätehaus sind aus dem Jahr 2016 und laut Dokumentationshinweis müssten sie längst abgenommen worden sein“, vermutet Bach.

Gerätehaus muss saniert werden

Das Gerätehaus an der Trauerhalle benötige laut Bach eine Instandsetzung, damit nicht bereits angefaulte Dachteile herunterfallen und Friedhofsbesucher verletzen könnten. „Für mich wäre es würdevoller, wenn unser Friedhof wieder einen gepflegten Zustand erhält und für die Trauernden eine ordentliche Begräbnisstätte ihrer Lieben darstellt“, hofft der Hohendodeleber auf Besserung.

„Die Friedhöfe der Stadt sollen optisch ansprechend sein und der Würde des Ortes soll entsprochen werden“, sagt Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos). Zuständig für die Pflege der Friedhöfe sei der Bauhof der Stadt, der den parkähnlichen Charakter in Hohendodeleben erhalten wolle. Dabei sei die Pflege der Friedhöfe nur eine Aufgabe des Bauhofes. Zusammen mit den Ortsbürgermeistern habe Kluge eine Prioritätenliste der abzuarbeitenden Aufgaben aufgestellt. Diese Liste sehe diese Reihenfolge vor: Durchgangsstraßen, Friedhöfe, Ortsstraßen und Parkanlagen. Die Einsatzplanung des Bauhofes werde auf diese Schwerpunkte ausgerichtet. „Ich gehe davon aus, dass eine Besserung auf allen Friedhöfen eintreten wird“, versichert Kluge. Der Zustand der Trauerhalle auf dem Friedhof in Hohendodeleben sei in Arbeit. Das Problem sei die Feuchtigkeit, eine feuchte Wand könne man weder streichen noch putzen. Jedenfalls nicht, wenn es dauerhaft halten solle, verdeutlicht er.