Sülldorf l Im Rahmen ihrer „Offenen Gärten“ hat Meike Dombrowsky zusammen mit dem Heimatverein Sülldorf kürzlich Führungen durch das Tal mit seiner einmaligen Salzflora angeboten. „Das habe ich nun schon öfter gemacht. Manche Besucher waren sogar an diesem Wochenende schon das zweite oder dritte Mal mit dabei“, verrät die Künstlerin und Hobbygärtnerin. Unterstützung bekam sie dieses Mal von Kerstin Gruetz vom Heimatverein.

„Das Besondere am Sülldorfer Tal sind die Salzwiesen mit ihrer Salzflora, die hier wächst“, erklärte Gruetz den Besuchern gleich zu Anfang bei den insgesamt vier Rundgängen, „es gibt hier verschiedene Pflanzen, von denen viele aber leider im September schon im Abblühen sind. Das ist jetzt nur noch der letzte Peng.“ Hauptsächlich sehe man jetzt noch die Salzqueller in Dunkelrot, die unter Naturschutz stehen, und die Salz-Astern in zartem Blau, so Gruetz. Die anderen Pflanzen seien schon auf Herbst eingerichtet. Alle Pflanzen stünden im Wasser, wer nah ran wolle, bekäme auf jeden Fall nasse Füße. Gruetz: „Alle Besucher kamen aber trotzdem auf ihre Kosten.“

Das ungebrochene Interesse habe sich Stück für Stück aufgebaut, meinte Gruetz. Dombrowsky sei da sehr aktiv gewesen und habe mittlerweile neben ihr noch andere Experten an der Hand, die solche Führungen machen könnten.

„Unter Naturfreunden haben sich die Führungen herum gesprochen. Das ist schön, denn nur wenige kennen Sülldorf und die Besonderheiten des Sülzetals“, sagte Gruetz, „schon jetzt steht fest, dass wir auch im kommenden Jahr wieder einige Wanderungen durch die Sülldorfer Salzlandschaften anbieten werden. Einige der Besucher vom Wochenende haben auch gleich angekündigt, dass sie dann wieder mit von der Partie sind.“

Eine der Besucherinnen war Birgit Keller aus Langenweddingen. „Ich wollte mir endlich mal unter fachlicher Anleitung die Salzquellen anschauen. Ich wohne ja nicht weit weg, und wollte nun mal Fachinfos und Erklärungen sowie die geschichtlichen Hintergründe dazu haben“, sagte sie.