Wanzleben l „Wir haben Bauchschmerzen, wenn es um die Sanierung unserer Kindertagesstätte geht. Sie muss endlich fertig werden“, sagte Horst Gurack (Freie Wähler). Der erste Stellvertreter des Remkersleber Ortsbürgermeisters nahm in Vertretung von Christian Becker an einer Beratung aller Ortschaftsräte der Einheitsgemeinde und des Stadtrates Wanzleben in Seehausen teil. Dabei stellten Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos) und Stadtkämmerin Cornelia Franz die Eckpunkte des Haushaltes 2019 vor, der vom Stadtrat nach weiteren Beratungen in den Ortschaftsräten und Ausschüssen bei einer Sitzung am 28. März 2019 beschlossen werden soll.

Die von Horst Gurack angesprochene Sanierung der Remkersleber Kindertagesstätte „Zwergenland“ dauert seit Juli 2017 und hat sich um etliche Monate verzögert. Eigentlich sollte die Instandsetzung des unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhauses längst beendet sein und die Steppkes seit Sommer 2018 wieder in ihrem neu gestalteten Zuhause toben. Doch Probleme mit der Statik des alten Gemäuers und Auflagen der Denkmalschutzbehörde verzögern das Ende der energetischen Sanierung der Kita bis heute.

Arbeiten werden fortgesetzt

„Die begonnene Sanierung der Remkersleber Kita und die der in Seehausen werden fortgesetzt und beendet“, versicherte Bürgermeister Thomas Kluge bei der Beratung in Seehausen. Für die energetische Sanierung der Remkersleber Kindertagesstätte „Zwergenland“ sind Gesamtkosten in Höhe von 440.000 Euro eingeplant, wobei die Stadt Wanzleben 178.000 Euro Eigenmittel aufbringen muss. Der Rest stammt aus dem Förderprogramm Stark III.

Weiterhin plant die Stadt Bauarbeiten an der Groß Rodensleber Kindertagesstätte „Bussi Bär“ und „Sonnenschein“ in Hohendodeleben. In Groß Rodensleben soll mit einem Kostenaufwand von 142.7000 Euro, der ausschließlich von der Stadt finanziert wird, die Fassade saniert werden. In Hohendodeleben ist die energetische Sanierung der Kita geplant. Diese kostet insgesamt 420.000 Euro. Davon sind 226.800 Euro Fördermittel, den Rest von 193.200 Euro deckt die Stadt über eine Kreditaufnahme.

Die Stadt investiert weiterhin in die Verbesserung ihrer Schulinfrastuktur. In der Wanzleber Grundschule „An der Burg“ sind Investitionen von 336.100 Euro geplant. Davon sind 290.300 Euro Fördermittel, der Rest von 45.800 Euro kommt aus der Investitionspauschale des Landes. In die Grundschule „Friedrich von Matthisson“ werden 67.000 Euro investiert. Davon sind 57.700 Euro Fördermittel, der Rest von 9300 Euro kommt aus der Investitionspauschale.

Seehäuser Turnhalle wird saniert

Auch ist die energetische Sanierung der Turnhalle in Seehausen geplant. Dafür schlagen Kosten von 480.700 Euro zu Buche, wovon die Stadt 48.200 Euro Eigenmittel aus der Investitionspauschale trägt, der Rest sind Fördermittel. In das Börde-Stadion Wanzleben investiert die Stadt 412.000 Euro. Davon sind 274.600 Euro Fördermittel und 137.400 Euro Eigenmittel aus dem städtischen Haushalt.

Als einen weiteren Ausgabeposten sieht der Entwurf des Haushaltsplanes für 2019 den Kauf eines neuen Tanklöschfahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr Wanzleben vor. Das Fahrzeug mit der Bezeichnung TLF 3000 kostet 330.00 Euro. 150.000 Euro davon bekommt die Stadt als Förderung vom Land Sachsen-Anhalt. 180.000 Euro muss Wanzleben aus der eigenen Tasche dazu legen. Wie Stadtkämmerin Cornelia Franz erläuterte, werde der Eigenanteil nach einem Beschluss des Wanzleber Stadtrates vom November 2018 aus dem Erlös des Verkaufs von kommunalen Grundstücken gedeckt.

Der größte Posten bei den Investitionen ist die in Dreileben geplante Erneuerung der Ortsdurchfahrt im Zuge der Landesstraßen 24 und 49. Dieser kommunale Straßenbau wird in Zusammenarbeit mit dem Land und dem Trink- und Abwasserverband Börde Oschersleben, der dabei sein Abwassernetz saniert, um gesetzt. Der Haushaltsplan sieht dafür Investitionen in Höhe von 915.800 Euro vor, wovon die Stadt 163.800 Euro an Eigenmitteln trägt.