Hohendodeleben l Dass die Menge des gesammelten Altpapiers diesmal noch größer ist als im vergangenen Herbst, möchte Andreas Strehlow, der Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule „Friedrich von Matthisson“, behaupten. Mehr als elf Tonnen tippte er mitten im Sammeleifer am Freitagnachmittag. Und das wäre in der Tat mehr als die 10,66 Tonnen vom Herbst 2018 und vielleicht auch mehr als der bisherige Rekord aller Altpapiersammlungen an der Hohendodeleber Grundschule, nämlich 11,38 Tonnen vom Frühjahr 2018.

Auch zwei Stunden nach Beginn der Sammlung wollte der Andrang am Container auf dem Schulhof nicht abreißen. Immer wieder fuhren Eltern mit Autos vollbeladen mit Papier vor, das die Kinder in den Straßen gesammelt hatten. Viele von ihnen zogen mit Bollerwagen von Haus zu Haus, um die herausgelegten Bündel einzusammeln. Andere Kinder halfen, die wertvolle Fracht in den Container zu bringen. „Wenn das so weitergeht, dann schaffen wir sicher einen Rekord“, so Andreas Strehlow, bevor schon das nächste Eltern-Auto auf den Hof rollte.

Diesmal aus Klein Rodensleben. Die Klein Rodensleber waren diesmal erstmals offiziell mit einer Sammelroute dabei. Nachdem die Schleibnitzer, die ebenfalls zum Einzugsbereich der Schule gehören, seit 2017 auf Sammeltour im Ort gehen, durften diesmal nach Genehmigung des Landesverwaltungsamtes auch die Klein Rodensleber Schüler losziehen.

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Seit 2010 wird gesammelt

Die Altpapiersammlung selbst gibt es an der Grundschule seit 2010. „Anfangs aber längst nicht so groß wie heute“, weiß Schulleiterin Roswitha Sarpe. Damals wie heute fließt der Erlös in verschiedene Projekte, die an der Schule durchgeführt werden. „Das sind Schulausflüge wie der nächste nach Thale, wo wir die Buskosten übernehmen können, oder auch Theaterbesuche“, so Andreas Strehlow. Außerdem soll für den Schulgarten ein Gartenhäuschen angeschafft werden und auch das Bienenprojekt wird fortgesetzt. Hier soll die Beeteinfassung mit einem Graffito gestaltet werden.

Ob Andreas Strehlow mit seiner Mutmaßung richtig liegt, wird er im Laufe des heutigen Montags wissen. Dann wird der 34 Kubikmeter fassende Container vom Kommunalservice Börde abgeholt und über die Waage geschickt. Um das finanzielle Ergebnis noch zu verbessern, wird Toralf Reim, Vater von Celina aus der dritten Klasse und selbständiger Unternehmer aus Klein Rodensleben, in die Tasche greifen und pro gesammeltem Kilo Altpapier zwei Cent drauflegen.