Osterweddingen l Hintergrund der gut besuchten Gesprächsrunde in Osterweddingen war, dass die Gemeinde künftig anstatt drei Grundschulen nur zwei Standorte vorhalten wird. Diesbezüglich gab es seitens der Gemeinde eine Wirtschaftlichkeitsberechnung unter Berücksichtigung der baulichen und brandschutztechnischen Substanz der Gebäude und des demografische Wandels bei zu erwartenden Schülerzahlen.

Kay Kühner, er berät die Gemeinde und moderierte die Veranstaltung, vertrat die Auffassung, dass sich die Gebäude in einem nicht mehr zeitgemäßen Zustand befinden. Auch wäre die Gemeinde finanziell langfristig nicht in der Lage, drei Schulen entsprechend heutiger Anforderungen zu erhalten. Der Gemeinderat hat die Verwaltung aufgefordert, bis Oktober 2016 zwei „Stark III“-Anträge aus dem Fördermittelprogramm der Europäischen Union zu stellen.

"Attraktivität sinkt"

„Wir können uns im Sülzetal nur noch zwei Grundschulen leisten. Hier muss Qualität vor Quantität herrschen“, stellte der Gemeinderatsvorsitzende Guido Heuer (CDU) klar. Die Langenweddingerin Claudia Seidemann brachte in der Diskussion Bedenken zum Ausdruck, dass die Attraktivität des Dorfes nach Schließung der Grundschule deutlich sinken werde. Alexander Herms verwies darauf, dass an die Attraktivität des gesamten Sülzetals gedacht werden müsse. „Wenn wir die angedachten Vorhaben umsetzen, haben wir in Langenweddingen eine moderne Ganztagsschule und eine moderne Kita sowie in Altenweddingen und Osterweddingen moderne Grundschulen.“ Aus geografischer Sicht sei die angedachte Variante gewiss die optimale.

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„Damit wir Chancen haben, im Interesse der älteren Kinder im gesamten Sülzetal zu handeln, muss das Geplante umgesetzt werden. Alle getroffenen Entscheidungen müssen nachhaltig geprägt sein und bei allen Entscheidungen müssen die Menschen mitgenommen werden“, warb Sülzetal-Bürgermeister Jörg Methner (SPD) um Unterstützung.

„Wenn ich von Schulen rede, muss ich von Kindern reden. Kinder und Eltern erwarten Qualität. Daher müssen sächliche Voraussetzungen geschaffen werden“, sagte der stellvertretende Gemeinderatsvorsitzende Andreas Ristau. Das Land gäbe vor, dass Grundschulen im ländlichen Bereich 80 Schüler vorzuhalten hätten. Finanzielle Mittel für jede Grundschule würden anhand der Schülerzahlen zugewiesen. „Große Verbünde sind dann finanziell besser gestellt“, machte Ristau deutlich.

Dialog nach der Sommerpasue

Der Altenweddinger Reinhard Schwarzenau brachte es auf den Punkt: „Der einzig richtige Weg ist es, derartige Veranstaltungen durchzuführen, um die Menschen mitzunehmen.“ Dass Verwaltung und Gemeinderat an einem Strang ziehen, wurde von vielen Anwesenden wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Die Gemeinde wird nach der Sommerpause im offenen Dialog über die weitere Entwicklung im Sülzetal informieren.

Weiterführende Informationen finden sich im Internet unter www.starkiii.de