Osterweddingen l Der Vorsitzende des Gemeinderats, Guido Heuer, erklärte bei der Sitzung des Gemeinderats, dass das neue Landesschulgesetz Schulverbünde erlaube. Aus diesem Grund sei es, aus seiner Sicht, sinnvoll, auch freie Schulen ins Sülzetal zu holen. Die Grundschule in Langenweddingen könne dann Teil eines solchen Schulverbundes werden. Hierzu wollte Heuer wissen, wie sich der Gemeinderat perspektivisch zu Schulverbünden positionieren werde.

Die Fakten des Gesetzes seien klar, so Heuer weiter: Im ländlichen Raum brauche eine Schule dauerhaft mindestens 70 Schüler, das sei aus seiner Kenntnis heraus in Langenweddingen nicht der Fall. Ist eine Schule jedoch Teil eines Schulverbundes, so sänke die Zahl auf 40, was in Langenweddingen zu schaffen sei. Heuer: „Das System des Schulverbundes sollten wir prüfen und parallel dazu versuchen, freie Schulen ins Sülzetal zu holen. Wir sollten mit entsprechende Verhandlungen unbedingt beginnen.“

Kein Beschluss gefasst

Gemeinderatsmitglied Norbert Dregger (SPD) zeigte sich nach der Darstellung dieser Fakten offen für das System der Schulverbünde. Er sei darüber hinaus ein Verfechter der freien Trägerschaft, da solche Schulen in der Regel eine hohe Qualität besäßen und den Eltern eine Alternative zu den staatlichen Schulen böten.

Jutta Spurek (Die Linke) wollte nicht ganz so schnell das Thema allein nur im Gemeinderat beraten sehen und es zunächst einmal bei sich im Ortschaftsrat von Langenweddingen besprechen. Ähnlich war auch die Position von Wolfgang Kettner (KHV-OSV), der solche Entscheidungen „gut abwägen will. Das ist für mich komplettes Neuland. Da brauche ich zunächst einmal Hintergrundinformationen“. Der Gemeinderat des Sülzetals traf dazu abschließend keinen Beschluss. Die Räte werden das Thema weiter verfolgen. Der Ratsvorsitzende Heuer wird weitere Informationen dazu herantragen.