Dauereinsätze für Retter auf der Autobahn bei Alleringersleben und Bornstedt - Sechster Toter in diesem Jahr auf A2

Schwere Lkw-Unfälle sorgen für Staus auf A2 und B1

Von Ivar Lüthe

Für Rettungskräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst war die Autobahn 2 gestern Haupteinsatzgebiet. Zwei schwere Lkw-Unfälle forderten die Retter. Derweil kam es auf der A2 und der Umleitungsstrecke B1 zu Staus und Verkehrsbehinderungen.

Alleringersleben/Bornstedt l Erster Einsatzort war nahe Aller- ingersleben am Vormittag. Gegen 11 Uhr krachte ein Lkw nahe der Anschlussstelle Aller- ingersleben in einen Schilderwagen der Autobahnmeisterei. Der sicherte gerade Mäharbeiten ab. Das erkannte der Lkw-Fahrer nicht und rammte den Wagen. Der 49-jährige Lkw-Fahrer wurde im Fahrerhaus eingeklemmt und musste befreit werden. Die Feuerwehren Alleringersleben und Ost- ingersleben kamen hier zum Einsatz.

Der schwerverletzte Fahrer musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Durch die Rettungs- und Bergungsarbeiten kam es in Fahrtrichtung Hannover zu einem etwa zwölf Kilometer langen Stau.

Knapp zwei Stunden später krachte es erneut: Ein 38-jähriger Lkw-Fahrer raste zwischen Bornstedt und der Abfahrt Eilsleben in Höhe Groppendorf ins Stauende. Er schob einen VW Transporter mit Pkw-Anhänger unter einen davor stehenden Lkw. Der Transporterfahrer starb an der Unfallstelle, sein Beifahrer musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock. Erneut musste die Feuerwehr ausrücken. Zum Einsatz kamen Kräfte der Wehren aus Bornstedt und Hermsdorf.

Vollsperrung für mehrere Stunden

Die Autobahn musste erneut für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Dadurch kam es nicht nur auf der A2 zu kilometerlangen Staus, sondern auch auf der Umleitungsstrecke, der Bundesstraße 1. Hier drängte sich eine Autolawine durch die Ortschaften in Richtung Helmstedt.

Für die Autobahnpolizei Börde ist es bereits der zwölfte Tote, der in diesem Jahr in ihrem Zuständigkeitsgebiet der A2, A14 und B6n zu beklagen ist, so Sprecher Johannes Stoye. Im vergangenen Jahr wurden neun Unfalltote auf den Autobahnen und der B6n registriert. Die A2 bleibt das Sorgenkind. In diesem Jahr hat es bereits sechs Tote gegeben, 2012 waren es insgesamt acht.