888-Jahr-Feier

Schwereloser Spaß dank Schnapszahl: Wefensleber Festwoche übertrifft die Erwartungen

Auf die Schnelle initiiert, hat sich Wefensleben einen recht unverhofften sommerlichen Höhepunkt beschert. Die 888-Jahr-Feier der Gemeinde lief laut Bürgermeisterin Ulla Krolop „rundum zufriedenstellend“ ab.

Von Ronny Schoof
Das Kettenkarussell drehte sich von Donnerstag bis Sonntag. Auch die Autoscooter-Anlage erfreute sich großer Beliebtheit.
Das Kettenkarussell drehte sich von Donnerstag bis Sonntag. Auch die Autoscooter-Anlage erfreute sich großer Beliebtheit. Fotos: Ronny Schoof

Wefensleben - Die Festwoche mit Nachschlag sei „ein voller Erfolg“ gewesen, bilanzierte Ulla Krolop am Montagmorgen. Neun Tage voller Abwechslung und mit dem Rummel auf dem Festplatz als Sahnehäubchen lagen da hinter den Wefenslebern. „Und ich muss feststellen, dass ich ganz stolz auf den Ort und noch ganz euphorisch bin, weil alles so gut angenommen wurde“, so die Bürgermeisterin.

Schlaglicht mit vereinten Kräften

Zuoberst sei das Lob an die Vereine zu richten: „Sie haben toll mitgezogen. Ihnen ist es zu verdanken, dass wir die ganze Organisation in dem kurzen Zeitraum geschafft haben.“ Nur gut einen Monat hatte man Vorlaufzeit „und daher auch ein bisschen Bauchschmerzen, ob das alles so klappt und Anklang bei der Bevölkerung findet.“ Es überwog jedoch der Wille, mit vereinten Kräften ein feierliches Schlaglicht im Dorf zu setzen. Ulla Krolop: „Wir haben die Gunst der Stunde genutzt, ohne die Corona-Situation auf die leichte Schulter zu nehmen. Es spielte uns aber in die Karten, dass sich vieles im Freien abspielte.“

Die Bedenken um womöglich gemindertes Interesse seitens der Einwohner erwiesen sich schon zum Auftakt der Festwoche als überflüssig, als sich das Gartenfest auf dem „Flora“-Gelände regen Zuspruchs erfreute. „Der Zulauf war enorm, und der Elan hielt sich die ganze Woche über. Die täglichen kleineren Angebote über die beiden Rahmenveranstaltungen an den beiden Sonnabenden hinaus wurden gut von den Bürgern genutzt. Es war einfach nur schön mitanzusehen“, fasst Ulla Krolop zusammen.

Hunger nach Vergnügen

Kirche, Sportvereine, Feuerwehr, Gartensparte, Heimatverein, Schützengilde sowie die ganze Belegschaft des Hauses der Generationen hatten der bunten Woche Leben eingehaucht und nebenher Eigenwerbung für ihre Zwecke und Angebote betrieben. Das i-Tüpfelchen insbesondere für das junge Volk war dann zweifelsohne der Schaustellerbetrieb mit Autoscooter, Kettenkarussell, Schießbude, Losbude und einigem mehr. Der Hunger nach und die Freude über Vergnüglichkeit war Klein und Groß auf dem Rummel deutlich anzumerken.

Mehr Preise als Lose

„Einziger kleiner Wermutstropfen“, so die Bürgermeisterin, „war in meinen Augen die etwas verhaltene Teilnahme an der Abschlusstombola. Da hatten wir weit mehr Preise in der Verlosung als Zettel in der Lostrommel.“ Jene Zettel waren die Stempelkarten, die man unter der Woche bei den verschiedenen Aktivitäten hat füllen können. Wer mindestens drei Stempel gesammelt hatte, war gewinnberechtigt. „Das hatten wir vielleicht nicht ausreichend kommuniziert“, räumt Krolop ein, „denn wie gesagt, die einzelnen Angebote waren alle gut besucht.“ Dennoch waren hernach nur rund 50 Stempelkarten zur Tombola eingereicht. „Das schmälert den Gesamterfolg der Festwoche allerdings nicht“, betont die Bürgermeisterin. Und die Gewinner haben sich freilich trotzdem gefreut.

Bürgermeisterin Ulla Krolop verteilte persönlich die Gewinne bei der Abschlusstombola.
Bürgermeisterin Ulla Krolop verteilte persönlich die Gewinne bei der Abschlusstombola.
Ronny Schoof
Blick von oben auf den Festplatz. Der Rummel lockte auch zahlreiche Gäste aus den umliegenden Orten an.
Blick von oben auf den Festplatz. Der Rummel lockte auch zahlreiche Gäste aus den umliegenden Orten an.
Ronny Schoof