Langenweddingen l „Es ist vollbracht“, freut sich der Vorsitzende des Fördervereins des Freibads Langenweddingen, Norbert Dregger. Nach 92 Jahren ist das Freibad Langenweddingen ab dieser Saison 2020 an die öffentliche Abwasser-entsorgung angeschlossen. Der Förderverein des Freibads habe in Eigenleistung, mit großer Unterstützung von ortsansässigen Unternehmen, Landwirten und der Gemeindeverwaltung den Anschluss vollzogen.

„Zunächst haben wir all die notwendigen Genehmigungen für unsere Schachtarbeiten eingeholt“, berichtet Norbert Dregger. Unterstützugn habe der Förderverein durch die beteiligten Behörden, dem Leitungsbetreiber „Avacon“ sowie dem Trink- und Abwasserverband (TAV) bekommen.

„Und dann ging es endlich los. 15 freiwillige Helfer packten mit an“, betont Dregger. Der Neubau des Sanitärgebäudes auf dem Gelände des Freibads habe die Arbeiten notwendig gemacht. „Von Anfang an war der Anschluss an die öffentliche Abwasserentsorgung mit eingeplant“, erklärt der Vorsitzende des Fördervereins Dregger weiter.

Nach dem Abriss des alten Gebäudes und dem Verfüllen der alten Sammelgrube wurde neben dem neuen Sanitärgebäude ein Schacht ausgehoben. Darin wurde eine Hebeanlage eingelassen. Über eine Länge von 170 Metern musste anschließend eine Druckleitung bis zur Straße verlegt werden. Dazu war es notwendig, zwei Gräben zu queren, den Weg zum Freibad zweimal zu kreuzen und den Anschluss an die vorhandene Kanalisation „Am Prödel“ herzustellen.

„Es geht hier um unser Freibad. Gerade jetzt, in dieser Zeit, kommt es doch darauf an, dass wir zusammenhalten. Da habe ich nicht gezögert, als mich Norbert gefragt hat, ob ich mit anpacken kann. Klar bin ich dabei, hab ich gesagt“, erzählt der Langenweddinger Helfer Volker Willborn. Und auch der 13jährige Collin Vogt war mit Eifer bei den Arbeiten dabei.

Die zusätzliche Schwierigkeit bei den Erdarbeiten für die Druckleitung bestand darin, dass genau in diesem Bereich zwei Stromleitungen und die Hauptwasserleitung für die Ortschaft Langenweddingen verlaufen.

„Das Suchen dieser Leitungen bereitete uns Probleme, konnte aber mit Sorgfalt erledigt werden“, freut sich Dregger, „Enrico Bollmann und Denny Eisenkolb haben bei der Planung ganze Arbeit geleistet und eine große Sorgfalt an den Tag gelegt. Es war beeindruckend, mit welcher Energie und Entschlossenheit all die Freiwilligen zusammen mit professioneller Unterstützung bei der Verlegung der Druckleitung ans Werk gingen.“

Um das Sanitärgebäude im Freibad Langenweddingen auch Innen für die Besucher fertigzustellen, seien zwar noch einige Punkte abzuarbeiten, aber die Beteiligten seien guter Dinge, diese zeitnah umzusetzen, unterstreicht Norbert Dregger weiter. Der Dank des Fördervereins des Freibads und der Gemeinde Sülzetal gelte allen, die sowohl bei den Arbeiten, als auch durch Spenden von Geld und Baumaterial die bisherigen Maßnahmen unterstützt haben.

Ob das neue Sanitätsgebäude in diesem Jahr allerdings schon im Badebetrieb in Langenweddingen genutzt werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch fraglich. Der Förderverein respektiert die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Dregger: „Wir sind aber bereit, mit einer notwendigen Vorlaufzeit, das Freibad zu öffnen.“