Eckhard Jockisch fordert, dass Schäden sofort beseitigt werden - Straßenmeister: "Derzeit unmöglich"

Seehausens Ortschef besorgt: "Wenn hier nicht bald was passiert, kracht\'s gewaltig"

Von Sabrina Trieger

Seehausens Ortschef Eckhard Jockisch fordert die Reparatur der tiefen Furchen in Höhe der Alten Bahnhofstraße. "Und zwar sofort!" Nach dem Vorort-Termin zur Planung der im März geplanten Bauarbeiten an der B246a, sicherte die Straßenmeisterei Oschersleben zu, dass die Stellen vor Baustart ausgebessert werden. Die Buckelpiste soll als Umleitungsstrecke dienen. Doch Jockisch sieht im Warten die Gefahr.

Seehausen l Seehausens Ortsbürgermeister Eckhard Jockisch ist auf 180. Gemeint ist sein Blutdruck. "Wenn hier nicht bald was passiert, kracht es gewaltig", erklärte er gestern. Er spricht die Gefahr an, die von dem riesigen knapp zehn Zentimeter tiefen Schlagloch auf der B246a in Höhe der Alten Bahnhofstraße, kurz vor dem Panneturm, ausgeht.

"Die Autofahrer, die aus Richtung Siegersleben kommen, weichen der tiefen Furche aus, in dem sie, erschrocken über das Ausmaß, in die Gegenfahrbahn lenken. Wenn genau in diesem Moment ein Fahrzeug aus der Gegenrichtung in die S-Kurve einfährt, dann scheppert es." Dieses Szenario hatte er auch bei einem Vorort-Termin am Mittwoch mit den Verantwortlichen zur weiteren Ausbau-Planung des nächsten innerörtlichen B246a-Abschnitts geschildert. Daraufhin habe ihn erst die Aussage des Straßenmeisters so richtig auf die Palme gebracht, die da lautete, dass man da aktuell nichts machen könne. "Erst in ein paar Wochen, hieß es. Doch ich sehe in den Schlaglöchern eine riesige Gefahrenquelle und fordere eine sofortige Abhilfe", wettert der Seehäuser weiter.

Die Buckelpiste solle erst kurz vor dem Ausbau des dritten innerörtlich verlaufenden B246a-Abschnitts (ab der Gartenstraße bis kurz vor der Kreuzung zum Panneturm) als Umleitungsstrecke "aufgehübscht" werden. "Der Baubeginn an dem Teilstück ist für den 4. März geplant", weiß Jockisch zu berichten.

"Wenn die Flickarbeiten hier erst Ende Februar realisiert werden, kann ich bis dahin keine Nacht mehr ruhig schlafen. Hier ist Gefahr in Verzug. Es muss dringend etwas gemacht werden, ehe hier noch Fahrzeuge ineinanderkrachen und Personen zu Schaden kommen." Jockisch warnt davor noch weiter zu warten. "Die Strecke dient dem Verkehr als Autobahnzubringer und ist vielbefahren."

Für eine zeitnahe Reparatur der Schlaglöcher sprach sich gestern auch Bauamtsleiter Olaf Küpper aus. Er sieht hier die Straßenmeisterei in der Verkehrssicherungspflicht. "Die Löcher müssen dringend geflickt werden."

Straßenmeister Christoph Feest von der Straßenmeisterei Oschersleben erklärte gestern auf Nachfrage, dass die Planung vorsehe, dass die Stellen nicht sofort, sondern erst vor dem Start zum Ausbau des dritten B246a-Abschnitts mit einer neuen Tragdeckschicht instand gesetzt werden würden. Die Strabag habe hierfür bereits den Auftrag erhalten.

"Wann genau die schadhaften Stellen ausgebessert werden können, steht noch nicht fest. Würden wir aber bei den aktuellen Temperaturen sogenannten Kaltasphalt aufbringen, würden die Fahrzeuge das Material in jenem Kurvenbereich sofort wieder herausfahren", erklärte Feest. Eine Hauruckaktion würde an dieser Stelle aktuell nichts bringen, meinte er.

Das Winterwetter und der Frost im Boden würden eine vernünftige Reparatur derzeit unmöglich machen. "Der geplante Aufbau der Löcher umfasst schließlich mehrere Zentimeter. Das neu eingesetzte Material würde uns sobald es Frost gibt, wieder herausplatzen."

Für den Schlagloch-Aufbau müssten auch die alten Steine, die mit dem Aufplatzen der Fahrbahn sichtbar geworden sind, herausgenommen werden. Jener marode Bundesstraßenabschnitt werde erst 2014 grundhaft ausgebaut. Bis dahin müsse das angedachte Provisorium halten, fügt der Straßenmeister hinzu. Zumal der Abschnitt ab März auch als Umleitungsstrecke dienen soll.

Derweil hat die Straßenmeisterei vor dem Buckelpisten-Abschnitt jeweils ein Schild mit dem Zusatz "Straßenschäden" aufgestellt. "Damit sind die Verkehrsteilnehmer gewarnt und haben ihre Fahrweise dementsprechend anzupassen", erklärt Feest.