Wanzleben l Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos) hat am Donnerstagnachmittag in seinem Dienstzimmer im Rathaus Besuch von einer Delegation des DRK-Kreisverbandes bekommen. Verbandsvorsitzender Torsten Winkelmann, Geschäftsführer Guido Fellgiebel sowie seine Mitarbeiter Carolin Sauer und Stephan Dill waren gekommen, um Kluge das Ergebnis der DRK-Weihnachtsspendensammlung aus dem Vorjahr mitzuteilen. Kluge war Schirmherr der Sammlung und hatte sich in deren Verlauf vom 1. bis 10. Dezember stark für die gute Sache engagiert.

Bei der Weihnachtsspendensammlung in den Ortschaften des DRK-Kreisverbandes Wanzleben kamen 28.212,26 Euro zusammen. „Dafür geht unser großer Dank an die Bevölkerung, die mit ihren Spenden dieses Ergebnis möglich gemacht hat“, sagte Fellgiebel. Die Höhe des gespendeten Geldes sei bei Sammlungen des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen-Anhalt einmalig. Sie liege über dem durchschnittlichen Ergebnis von 21.542,60 Euro, das der DRK-Kreisverband bei seinen Sammlung seit dem Jahr 1990 erreiche.

Mit der Sammelbüchse durchs Rathaus

Torsten Winkelmann hob besonders das persönliche Engagement von Thomas Kluge als Schirmherr der DRK-Weihnachtsspendensammlung hervor. Bei etlichen Aktionen innerhalb der Sammlung habe Kluge die Werbetrommel gerührt und damit die Geldbörsen der Menschen geöffnet. Die gesamte Familie des Bürgermeisters habe Kuchen gebacken, der bei Basaren in Eilsleben und in Wanzleben für den guten Zweck verkauft worden war. Kluge ging zudem mit einer Rot-Kreuz-Büchse durch das Rathaus und sammelte bei seinen Mitarbeitern Spenden ein. Allein durch diese Aktion kamen 291 Euro zusammen. „Es hat wirklich Laune gemacht“, freute sich der Bürgermeister über das gute Ergebnis der Weihnachtsspendensammlung. Zudem habe ihn die positive Ausstrahlung der Menschen beeindruckt, die sich ehrenamtlich für den DRK-Kreisverband engagieren. Etwa 300 Sammler und Helfer waren mit Listen zu den Menschen unterwegs, um um Geld zu bitten. Insgesamt spendeten etwa 3600 Personen und Firmen nach Angaben des DRK-Kreisverbandes Wanzleben.

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Eine der Sammler war Margot Mahlfeld, die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Seehausen. Moppel, wie sie liebevoll von Freunden und Bekannten nur genannt wird, sammelte allein 1716 Euro. Auf ihren drei Sammellisten standen die Namen von 155 Spendern. „Ein einmaliges Ergebnis“, zollte Fellgiebel dieser ehrenamtlichen Leistung der Seehäuserin seinen Respekt. Insgesamt waren etwa 300 Sammler aus zwölf Ortsvereinen des DRK-Kreisverbandes Wanzleben, vom Jugendrotkreuz sowie aus der Wohlfahrts- und Sozialarbeit an der Weihnachtsspendensammlung beteiligt.

Das vom DRK gesammelte Geld fließt in die Arbeit des DRK-Kreisverbandes Wanzleben. Damit unterstütze der Kreisverband Projekte, für die sonst von Kostenträgern oder dem Staat schwer Geld zu beschaffen sei, verdeutlichte Fellgiebel. Das Geld fließt in die Senioren- und Sozialarbeit, die Förderung des Ehrenamtes, die Kinder- und Jugendarbeit sowie den Sanitätsdienst und Katastrophenschutz.

"Alter Bahnhof" braucht neue Kühltechnik

Der Löwenanteil von 13.260 Euro ist für die Anschaffung von neuer Kühltechnik bestimmt, die im Sozialen Zentrum „Alter Bahnhof“ installiert wird. Dort müssen Lebensmittel für die Wanzlebener Tafel und die Suppenküche streng nach Vorschrift kühl gelagert werden. Die alte Technik müsse daher erneuert werden. Wie Fellgiebel bedauerte, sei für den Kauf ein Fördermittelantrag abgelehnt worden, so dass nunmehr dafür Geld aus der Weihnachtsspendensammlung verwendet werde. „Wir brauchen die neue Kühltechnik im Bahnhof“, untermauerte Fellgiebel.

Aber auch die Ortsvereine des DRK-Kreisverbandes Wanzleben können sich auf Geld aus der Sammlung freuen. Sie bekommen insgesamt 6320 Euro, mit denen sie eigene Projekte umsetzen können. Die Summe entspricht 30 Prozent des Gesamtergebnisses, die aus der Sammlung zurück an die Ortsvereine fließen.