Wanzleben l Mit dem früheren Seehäuser Martin Wierig (32) hat der DRK-Kreisverband Wanzleben für seine diesjährige Weihnachtsspendensammlung einen wahren Hünen von Schirmherren gewinnen können. Der Deutsche Meister dieses Jahres im Diskuswerfen misst stolze 2,03 Meter, lebt heute in Magdeburg und trainiert beim Sportclub der Landeshauptstadt. Mit seinen sportlichen Erfolgen hat er Seehausen und die Stadt Wanzleben-Börde national und international bekannt gemacht.

Schirmherr mit Seehausen verbunden

„Meiner Heimatstadt Seehausen bin ich noch heute sehr verbunden“, sagte Wierig bei einem Besuch in der Wanzleber Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbandes in der Lindenpromenade. Deshalb sei es für ihn keine Frage gewesen, nach einer Bitte des Kreisverbandsvorsitzenden Torsten Winkelmann, der ebenso in Seehausen wohnt, die Schirmherrschaft für die Weihnachtsspendensammelaktion zu übernehmen. Ebenso liege Wierig die ehrenamtliche Arbeit der DRK-Mitglieder in ihren Ortsvereinen sehr am Herzen und wolle diese durch seine Popularität fördern.

Diskuswerfer gerade in der Qualifikation

Vom Schwung der ehrenamtlichen Arbeit im DRK-Kreisverband Wanzleben konnte sich Wierig unlängst auf dem Weihnachtsmarkt in Seehausen überzeugen. Dort vollzog der Sportler zusammen mit Torsten Winkelmann den Auftakt der Weihnachtsspendensammlung. Viele Menschen besuchten den Stand des DRK, der von der Seehäuser Ortsvereinsvorsitzenden Margot „Moppel“ Mahlfeld und ihren Helfern betreut wurde. Die Besucher drehten am Glücksrad, um attraktive Preise wie zwei Eintrittskarten für das ISTAF-Leichtathletikfestival Indoor am 14. Februar in Berlin zu gewinnen, die Martin Wierig spendiert. Er selbst wird bei diesem außergewöhnlichen Wettkampf in der Mercedes-Benz Arena starten, um den Diskus weit über die 60-Meter-Marke zu werfen. Wierig steckt zurzeit mitten in der Qualifikation für die Olympischen Spiele im Sommer 2020 in Tokio. Ob der aus Seehausen stammende Diskuswerfer tatsächlich nach Japan fährt, um die deutschen Farben beim Wettkampf zu vertreten, werden seine Leistungen bei den Qualifikationsausscheiden im eigenen Land zeigen. „Vier starke Diskuswerfer bewerben sich um die drei Startplätze, einer fällt raus“, sagte Wierig in Wanzleben. Der sympathische Sportler gehe fest davon aus, dass nicht er es sein werde.

Geld auch für die Ortsvereine

Beim Spendensammelauftakt in Seehausen kamen 314,50 Euro zusammen. „Das Geld kommt dem Ortsverein Seehausen zu Gute“, sagte DRK-Vorsitzender Torsten Winkelmann am Donnerstag bei der Weihnachtsfeier für die Seehäuser Senioren im „Sonnensaal“ unter dem Jubel von Margot Mahlfeld und ihren Ehrenamtlern. Der DRK-Ortsverein hatte die Weihnachtsfeier für die Senioren ausgerichtet.

Pepe wird sich freuen

Martin Wierig war nicht ohne Grund in die DRK-Kreisverbandsgeschäftsstslle nach Wanzleben gekommen. Unter den aufmerksamen Augen von Torsten Winkelmann und DRK-Kreisverbandsgeschäftsführer Guido Fellgiebel loste er unter den etwa 50 Teilnehmerkarten der Seehäuser DRK-Glücksradaktion die Gewinner aus. Den Hauptpreis, die beiden Eintrittskarten für das ISTAF-Leichtathletikfestival Indoor am 14. Februar in Berlin gewann der zehnjährige Pepe Dreyer aus Seehausen. „Pepe wird sich wahnsinnig freuen“, war sich Winkelmann, der den Jungen gut kennt, sicher. Pepe und die Gewinner der weiteren Preise werden vom DRK Wanzleben benachrichtigt.

Hilfe, um Anderen helfen zu können

„Das DRK hofft und benötigt auch in diesem Jahr die finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung. Denn auch das DRK benötigt Hilfe, um Anderen helfen zu können“, sagte Verbandsgeschäftsführer Guido Fellgiebel bei der Präsentation der Eckdaten des mittlerweile 29. Weihnachtsspendensammlung des Deutschen Roten Kreuzes im Großraum Wanzleben. Er kenne keinen Kreisverband des DRK in Sachsen-Anhalt, der über einen so langen Zeitraum eine derartig erfolgreiche Sammelaktion durchführe. Allein im vergangenen Jahr kamen bei der Sammlung unter Schirmherrschaft des Tagesschau-Chefsprechers und DRK-Botschafters Jan Hofer 28 047,48 Euro an Geldspenden zusammen. „Das ist ein großer Vertrauensbeweis der Bevölkerung in unsere Arbeit“, war sich Fellgiebel sicher.

Großartiges Ergebnis bei Sammlungen

Das Geld, das die etwa 300 ehrenamtlichen Helfer und Mitarbeiter des DRK-Kreisverbandes Wanzleben in der Region jetzt bis zum 15. Dezember sammeln, fließt ausschließlich in Projekte im hiesigen Kreisverband. „Unsere Weihnachtsspendensammlung bildet eine wesentliche Grundlage für all jene ausschließlich regionalen Aufgaben und Leistungen, die weder von Kostenträgern noch von staatlichen Stellen ausreichend finanziert werden“, verdeutlichte Fellgiebel. Der Erlös der diesjährigen Sanmmelaktion fließt in die Finanzierung des Projektes „Digital Kompass“ im Sozialen Zentrum „Alter Bahnhof“ in Wanzleben, Ausstattung und Material sowie Ausbildung für ehrenamtliche Übungsleiter Gymnastik zum Ausbau des vielseitigen Bewegungsangebotes für ältere Menschen, Unterstützung des Jugendrotkreuzes und des Schulsanitätsdienstes, die Förderung der Seniorenarbeit im Sülzetal sowie den Erhalt der Begegnungsstätte Langenweddingen. Auch wird mit einem Teil der Spenden das Ehrenamt gefördert. 30 Prozent der Spenden fließen in die DRK-Ortsvereine für satzungsgemäße Aufgaben in den Orten zurück.

Vorsicht vor Betrügern

Damit es gerade in der Vorweihnachtszeit Betrüger schwer haben, die als Trittbrettfahrer womöglich die Spendenfreudigkeit der Bevölkerung ausnutzen wollen, können sich die etwa 300 Sammler des DRK-Kreisverbandes Wanzleben legitimeren. Die Bürger sollen sich auf Rat von Guido Fellgiebel die Spendenlisten zeigen lassen. Die Echtheit der Liste sei am Originalstempel des DRK-Kreisverbandes Wanzleben zu erkennen. „Die Liste gilt gleichzeitig auch als Ausweis. Wir legen bei der Aktion größten Wert auf Kontrolle und Transparenz“, versicherte Fellgiebel. Sollten bei den Spendern dennoch Zweifel aufkommen, können sie den DRK-Kreisverband Wanzleben für Rückfragen unter der Telefonnummer 039209/6390 anrufen.