Seehausen l Ohne Probleme erklimmt Seehausens Ortsbürgermeister Eckhard Jockisch das Baugerüst, das zurzeit die Sporthalle der Stadt an der Umgehungsstraße umgibt. Auf dem tonnenförmigen Dach macht er auf eines der Probleme aufmerksam, das zu der jetzt begonnenen Sanierung der zu DDR-Zeiten gebauten Sporthalle geführt hat. Die Schrauben aus Metall, die die Metallplatten festhalten, sind allesamt verrostet. Ihre Dichtungen und die Kappen aus Gummi sind im Verlauf der Jahre verrottet. Nur eine von vielen Ursachen, die die Instandsetzung der Sporthalle notwendig machen.

Insgesamt kostet der Betrieb der Sporthalle Seehausen zu viel Energie. Was dazu führt, dass sich die Stadt Wanzleben-Börde zur energetischen Sanierung des Gebäudes entschlossen hat. Dafür bekommt die Kommune Fördermittel. Im Rahmen der geplanten Investitionen soll ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Energieeffizienz geleistet werden, teilte die Stadt mit. Das würde die Betriebskosten dauerhaft senken und die Belastung der Gemeinde auch vor dem Hintergrund der stetig steigenden Preisentwicklung auf dem Energiemarkt mindern. Die Gesamtkosten der energetischen Sanierung der Sporthalle Seehausen betragen 480 600 Euro, wovon 432 500 Euro Fördermittel sind. Die Sporthalle war im Jahr 2000 mit einem Kostenaufwand von 1,5 Millionen D-Mark schon einmal saniert wurden.

1972 eröffnet

Die Sporthalle Seehausen war am 7. Oktober 1972 eröffnet worden. Wie Eckhard Jokisch berichtet, war es maßgeblich Harry Vorndran, einem damaligen Ingenieur in der Hydraulik Seehausen zu verdanken, dass die Stadt überhaupt eine Sporthalle mit diesen Dimensionen bekommen habe. Die Hydraulik habe eine derartige Halle für ihre Lehrlingsausbildung benötigt. Und Vorndran beschaffte diese Halle und bestellte gleich eine weitere als Sporthalle für die Stadt mit. So kam Seehausen zur Sporthalle. „Es waren damals auch viele freiwillige Helfer aus den Reihen der Sportler im Einsatz, die unter anderem die Fundamente setzten und zuvor die Erdarbeiten erledigten“, erinnert sich Jockisch.

Durch die energetische Ertüchtigung des Gebäudes durch Wärmedämmung am Dach, die Erneuerung der Anlagentechnik wie Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie dem Einbau energiesparender LED-Beleuchtung will die Stadt künftig beim Betreiben Energie und damit Geld sparen. Die Sanierung soll bis Mitte oder Ende September dauern.

Betrieb kostet Energie

„Der Betrieb unserer Sporthalle kostet einfach zu viel Energie“, ist sich auch der Seehäuser Kommunalpolitiker Eckhard Jokisch sicher. Weshalb er und die Mitglieder des Ortschaftsrates die Entscheidung des Wanzleber Stadtrates sehr begrüßen, die Halle energetisch sanieren zu lassen. Jedoch habe es vom Antrag der Fördermittel bis jetzt zum Baustart ganze drei Jahre gedauert. Die Stadt Wanzleben-Börde habe die öffentlichen Ausschreibungen der Aufträge drei Mal aufheben müssen, weil die Kosten am Bau zu hoch gewesen seien, um sie mit der geplanten Investionssumme bezahlen zu können. Jockisch ist nun froh, dass diese Hängepartie endlich vorbei sei und gebaut werden kann. Außerdem sichere eine Sporthalle, die dann auf dem neuesten Stand der Technik sei, langfristig auch den Standort der Seehäuser Grundschule „Ernst Sonntag“.

Zudem sei die Sporthalle wichtig für den Vereinssport in Seehausen. Etwa 110 Mitglieder des Sportvereins Seehausen der Abteilungen Tischtennis, Breitensport Volleyball, Gymnastik und die Kindersportgruppen nutzen die Halle.e