Elektromobilität

Stadt Wanzleben absolviert ein dreijähriges Modellprojekt

Die Stadt Wanzleben absolviert seit kurzem ein Modellprojekt in Sachen Elektromobilität. Unterstützt wird sie dabei von der Avacon. Im Rahmen eines Förderpropgramms wurde dazu ein Pkw geleast, der nun drei Jahre lang seine Runden in der Einheitsgemeinde dreht und von der Verwaltung genutzt wird.

Von Christian Besecke
Thomas Kluge (links) und Thomas Braumann (rechts) übergeben das Elektroauto an Stadtmitarbeiter Thomas Otto zur Nutzung.
Thomas Kluge (links) und Thomas Braumann (rechts) übergeben das Elektroauto an Stadtmitarbeiter Thomas Otto zur Nutzung. Foto: Hagen Uhlenhaut

Wanzleben - Von der Bestellung bis zur Lieferung des VW E-Up hat es eine ganze Weile gedauert. Immerhin wurde der Pkw im Juni 2020 geordert. Aber vor kurzem ist er eingetroffen und mit ihm absolvieren die Stadtmitarbeiter nun ein Modellprojekt zur Elektromobilität. „Es geht darum, die Möglichkeiten und die Wirtschaftlichkeit zu erkunden“, sagt Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos). Daher sei das Angebot, das Auto drei Jahre lang im Rahmen eines Förderprogramms der Avacon zu nutzen, eine gute Sache.

Das Fahrzeug wurde für drei Jahre geleast und der Netzbetreiber bezuschusst die monatlichen Raten, so dass sich die Sache für die Stadt durchaus rechnet.

Die Einheitsgemeinde ist übrigens die vorletzte Gemeinde, die von einer Förderung profitieren wird. Als vorläufig letzte Gemeinde hat auch Barleben den Zuschlag bekommen. In Oschersleben unterhalt die Avacon inzwischen sogar schon zwei Fahrzeuge mit. „Jeweils eine Wallbox – das ist praktisch die Schnellladestation – im Wert von 400 Euro stellen wir ebenfalls pro Auto“, erläutert der Kommunalreferent der Firma, Thomas Braumann.

In seinem Bereich, den er vom Standort Oschersleben aus betreut, gibt es mittlerweile sieben Pkw, die für die Kommunen unterwegs sind. Im gesamten Bereich der Avacon sind es stattliche 50 Fahrzeuge.

Stadtmitarbeiter Thomas Otto hat schon einmal die ersten Strecken mit dem neuen Gefährt absolviert und schwärmt: „Das ist ein ganz anderes Fahren. Der VW zieht ganz gut ab und ist optimal für die Entfernungen, die wir im Rahmen des Dienstes in der Einheitsgemeinde absolvieren müssen.“

Das Auto schafft eine Reichweite von gut 260 Kilometern und wird dann über Nacht aufgeladen. Nach dem Ablauf des Leasingzeitraums soll der Nutzen eingeschätzt werden.

Ob es noch ein neues Förderprogramm der Avacon zur Elektromobilität geben wird, kann der Kommunalreferent noch nicht sagen. „Sobald sich aber Gelegenheiten ergeben, bieten wir sie auch gern der Stadt Wanzleben an“, versichert er. Schließlich gebe es schon eine lange und gute Zusammenarbeit, denn die Avacon ist der Konzessionsnehmer für die Gas- und Stromnetze in Wanzleben. Dazu gibt es sehr langfristige Verträge, die beispielsweise über 20 Jahre gehen.

In der Vergangenheit hat die Firma schon vier Bänke für die Gemeinde gesponsert, die Reparatur der Pumpe aus dem Markt in Wanzleben finanziert und erst kürzlich eine Solarbank im Spaßbad aufgestellt, die kostenlos von den Besuchern genutzt werden kann.