Wanzleben l „Wir wollen den Bürgern der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde zeigen, dass wir ihre Belange ernst nehmen und ihren Hinweisen nachgehen“, sagt Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos). Zusammen mit seinem Ordnungsamtsleiter Kai Pluntke informierte Kluge jetzt über den Stand der Abarbeitung der Bürgerhinweise. Im Vorfeld einer Konferenz hatte der CDU-Gemeindeverband Wanzleben im Februar dieses Jahres die Bürger der Einheitsgemeinde darum gebeten, aus ihrer Sicht Hinweise zu geben, wie die Ordnung und Sicherheit in der Einheitsgemeinde zu verbessern ist.

Wie Kluge sagt, nehme das Rathaus die Hinweise der Bürger ernst. Sie würden eine Arbeitsgrundlage der Verwaltungsmitarbeiter darstellen und böten die Gelegenheit zu erfahren, wo den Bürgen der Schuh drücke. Die Hinweise der Bürger abzuarbeiten, sei jedoch nur zum Teil möglich und müsse inhaltlich in der Zuständigkeit der Stadt liegen. Ebenso seien finanzielle Möglichkeiten zu beachten.

Lärm und Schmutz

Einen Schwerpunkt in den Bürgerhinweisen stellt die Situation in der Schulpromenade dar. Die Wanzleber bemängeln, dass es in dieser Straße, einem Parkplatz und einem angeschlossenen Spielplatz der Gesamtschule immer wieder zu Lärmbelästigungen und Verschmutzungen durch Jugendliche in den Abendstunden komme. Wie Bürgermeister Thomas Kluge ankündigt, habe er einen Termin mit dem Schulleiter vereinbart, um die Situation zu besprechen, damit eine Verbesserung herbeizuführen sei.

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Ordnungsamtsleiter Kai Pluntke kündigte außerdem an, dass es im Frühjahr verstärkt zu Kontrollen seiner Mitarbeiter gemeinsam mit den Regionalbereichsbeamten der Polizei komme werde. Zusammen wolle man zu einer Entschärfung der Lage beitrage. Wobei Pluntke betont, es würde sich nicht unbedingt um Straftaten handeln, die die Jugendlichen in der Schulpromenade begehen. Vielmehr sei eine offenen Jugendarbeit gefragt, die helfen würde, die Lage zu entspannen. „Es sind aber auch die Eltern gefordert, als Erziehungsberechtigte auf ihre Kinder einzuwirken“, macht Kluge auf die gesamtgesellschaftliche Verantwortung aufmerksam.

Vandalismus

Zum Thema der mehrfachen Zerstörung des Trampolins an der Ecke Schulpromenade und Rudolf-Breitscheid-Straße durch junge Erwachsene merken Bürgermeister und Ordnungsamtsleiter an, dass Mitarbeiter des Bauamtes nach diesen Vorfällen das Sportgerät bereits mehrfach repariert hätten. Die letzte Reparatur habe allerdings nur zwei Tage bis zur nächsten Zerstörung Wirkung gezeigt. So dass sich die Stadt entscheiden habe, zunächst keine Reparaturen mehr durchzuführen, da der finanzielle Aufwand zu groß sei. Bei der mehrfachen Zerstörung handele es sich nach Ansicht des Bürgermeisters sehr wohl um Straftaten, die die Stadt zusammen mit der Polizei verfolge, um die Täter zu ermitteln. Erst wenn die Zerstörer ermittelt seien, könne die Stadt über eine weitere Reparatur des Trampolins entscheiden.

Verkehrsprobleme

Einen breiten Raum der Bürgerhinweise zur Verbesserung von Ordnung und Sicherheit in der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde nahmen Verkehrsprobleme ein. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Kreuzung Ritterstraße/Rossstraße/Karnippstraße und der Kreisverkehr in Richtung Klein Wanzleben. „Der vom Kreisverkehr abfließende Verkehr in Richtung der Ritterstraße fährt sehr schnell. Dadurch ergibt sich eine starke Gefährdungslage der Kinder, die allein zur Grundschule gehen und der Bürger, die ihre Kinder zur Grundschule bringen wollen. Dies gilt insbesondere für die Überquerungen der Rossstraße oder Karnippstraße durch Fußgänger mit Kindern in Richtung der Grundschule oder aber nach der Grundschule“, heißt es in den Hinweisen der Wanzleber.

„Dieser Sachverhalt wird auch aus Sicht des Ordnungsamtes als gefährlich eingestuft“, sagt Kai Pluntke. Es werde derzeit unter Beteiligung des Landkreises wegen der angrenzenden Bundesstraße geprüft, ob die Verkehrsführung oder eine Begrenzung der in die Ritterstraße einfahrenden Fahrzeuge möglich sei.