Wanzleben l Mit Knut Freese (Klein Wanzleben) als Vorsitzendem bilden vier weitere Kommunalpolitiker die FDP-Fraktion im Stadtrat Wanzleben-Börde: Klaus-Peter Konczalla (Wanzleben), Jens Ackermann (Bottmersdorf/Klein Germersleben), Jürgen Wichert (Groß Germersleben) und Matthias Gent (Hohendodeleben). Wobei sich Wichert und Gent als Mitglieder von Freien Wählergemeinschaften der FDP-Fraktion im Stadtrat angeschlossen haben.

Volksstimme: Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit der Fraktionen im neuen Wanzleber Stadtrat vor?
Knut Freese: Ich sehe den Stadtrat als großes Ganzes. Es gibt Fraktionen, ja. Aber für mich gilt, dass wir alle zusammenarbeiten und fraktionsübergreifend zusammen an einem Strang ziehen müssen. Wir sind zu klein und die Probleme sind zu wichtig als das wir hier großartig in Fraktionsgeplänkel verfallen können. Aber, ich hatte die vergangenen neun Jahre als Mitglied des Stadtrates schon das Gefühl, dass der Stadtrat eher zielorientiert gearbeitet hat und nicht fraktionsorientiert.

Wie sollte aus Ihrer Sicht der Umgang miteinander sein?
Es muss ein offener Austausch stattfinden und wir sollten alle Anregungen und Einwände bedenken. Nur wenn wir zusammen arbeiten und keinen ausgrenzen, funktioniert es. Ich finde, man sollte nicht nach Parteien- oder Fraktionszugehörigkeit bemessen werden, sondern nach seiner Arbeit im Stadtrat.

Was sind die größten Herausforderungen, vor denen Wanzleben und der Stadtrat stehen?
Das sind zwei große Herausforderungen, die Senkung der Schulden und der Erhalt der geschaffenen Strukturen. Wir müssen auch dafür sorgen, dass gefühlt nicht alles in einen Ortsteil geht, sondern dass alle Ortsteile bedacht werden und überall für alle Bürger spürbar etwas in ihrem Ortsteil passiert.

Wo sehen Sie die Stadt Wanzleben-Börde nach Ende dieser Legislaturperiode in fünf Jahren?
Ich erhoffe mir einen mehr zusammen gewachsenen Stadtrat, dass man für die Stadt Wanzleben-Börde als Ganzes arbeitet und nicht für einzelne Orte gekämpft wird. Ich hoffe, dass das Konsolidierungskonzept gegriffen hat und wir haushaltstechnisch gut dastehen und dass wir die Ortsteile weiter gestalten konnten.