Seehausen l Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos) konnte zur konstituierenden Sitzung des Stadtrates Wanzleben im Seehäuser „Sonnensaal“ alle am 26. Mai gewählten 26 Mitglieder begrüßen. Er übergab die Leitung der Sitzung an Eckhard Jockisch, das mit 76 Jahren älteste Mitglied des Stadtrates. Er verpflichtete die Mitglieder des Stadtrates auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Amtspflichten.

Aus ihren Reihen wählten die Stadtratsmitglieder dann den Vorsitzenden. Die Linke schlug als Kandidat Tino Bauer vor, die CDU Ernst Isensee, der das Amt in der vorherigen Legislaturperiode fünf Jahre lang inne hatte. In geheimer Wahl stimmten 16 Stadträte für Bauer und zehn für Isensee, eine Stimme war ungültig.

Wie Bauer nach seiner Wahl sagte, wolle er als Vorsitzender des Stadtrates parteipolitisch neutral und integrierend arbeiten. Er forderte seine Stadtratskollegen auf, ihn dabei kritisch zu begleiten. „Lassen sie uns zusammen als Rat im Sinne der Stadt Wanzleben-Börde arbeiten, die Gemeinsamkeit macht uns stark“, verdeutlichte der Vorsitzende und appellierte an die Abgeordneten, über ihre Ortschaftsgrenzen hinaus zu blicken. Von den neuen Gesichtern im Stadtrat verspreche er sich neue Impulse, die bisherigen Stadtratsmitglieder würden viel Erfahrung mitbringen. Vor dem Stadtrat würden große Aufgaben wie die Konsolidierung des Haushaltes stehen. Bauer bedankte sich beim bisherigen Stadtratsvorsitzenden Isensee für dessen Arbeit an der Spitze des Parlamentes.

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Ackermann unterliegt

Für den Posten des ersten Stellvertreters des Stadtratsvorsitzenden schlug die FDP Jens Ackermann vor, die CDU Claus-Christian Kühne. 16 Stadtratsmitglieder stimmten in geheimer Wahl für Kühne, zehn für Ackermann, eine Stimme war ungültig. Als zweiten Stellvertreter des Stadtratsvorsitzenden schlugen die Freien Wähler Norbert Hoße vor. Da er der einzige Kandidat war, fand eine offene Abstimmung statt. Für Hoße votierten 25 Stadträte, es gab zwei Enthaltungen.

Tino Bauer informierte als Vorsitzender über die im Wanzleber Stadtrat gebildeten Fraktionen und deren Vorsitzenden. Demnach gibt es mit CDU, Linke und AfD reine Parteienfraktionen. SPD und Bündnis 90/Die Grünen schließen sich zu einer Fraktion zusammen. Der für die SPD in den Stadtrat gewählte Philipp Neuendorf agiert als fraktionsloses Stadtratsmitglied. Die Freie Wähler Fraktion bildet sich aus den Freien Wählergemeinschaften Bottmersdorf/Klein Germersleben, Domersleben und Seehausen sowie aus Pro Gemeinde Klein Rodensleben. Der FDP-Fraktion gehören neben den Liberalen die Stadträte der Bürgerinitiative Groß Rodensleben und der Bürgergemeinschaft Hohendodeleben an. Neben den 26 Stadträte gehört Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos) dem Stadtrat an.