Wanzleben l Am frühen Montagmorgen um 0.33 Uhr stand das vorläufige amtliche Endergebnis der Stadtratswahl in Wanzleben fest. 17 von 17 Wahllokalen waren ausgezählt. Danach kam die CDU auf 22,03 Prozent und wird sechs Sitze im Stadtrat haben. Damit musste sie einen Sitz einbüßen. Gefolgt von der AfD mit 13,54 Prozent, die erstmals im Stadtrat vertreten sein wird. Da die Partei nur zwei Kandidaten stellte, jedoch Wählerstimmen rein rechnerisch für vier Sitze bekam, wird sich die Anzahl der Stadtratsmitglieder von 28 auf 26 reduzieren. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,67 Prozent und hat sich damit gegenüber den Wahlen von 2014 erhöht als sie bei 42,1 Prozent lag.

Hinter der AfD kam die Linkspartei auf Rang drei der Reihenfolge. Die Linke kam auf 12,98 Prozent und bleibt im Vergleich zu 2014, als sie noch 16,4 Prozent einfuhr, bei vier Sitzen. Anders bei der SPD. Die Sozialdemokraten holten am Sonntag 12,07 Prozent der Stimmen. 2014 waren es noch 15,3 Prozent. Bei ihnen reduziert sich die Anzahl der Sitze im Wanzleber Stadtrat von vier auf drei.

FDP steigert sich leicht

Die FDP konnte sich im Gegensatz zur Stadtratswahl vor fünf Jahren leicht steigern. Die Liberalen gewannen 10,88 Prozent der Stimmen, 2014 waren es 10,3 Prozent. Damit besetzen sie weiterhin drei Sitze im Stadtrat. Bündnis 90/Die Grünen kam in der Rangliste mit 4,03 Prozent auf Platz neun und wird einen Sitz belegen. Wie vor fünf Jahren, als die Partei auf 2,06 Prozent kam und auch einen Sitz gewann.

Einen Großteil der Stimmen konnten bei der Wanzleber Stadtratswahl wiederum die freien Wählergemeinschaften erringen. Die Freie Wählergemeinschaft Seehausen kam auf 6,3 Prozent. Dahinter reihten sich die Bürgergemeinschaft Hohendodeleben (4,67 Prozent), die Bürgerinitiative Groß Rodensleben (4,57 Prozent), Pro Gemeinde Klein Rodensleben (3,15 Prozent), Freie Wählergemeinschaft Domersleben (2,89 Prozent), Freie Wählergemeinschaft Bottmersdorf/Klein Germersleben (1,45 Prozent) und der Einzelbewerber Rainer Lux aus Klein Wanzleben (1,43 Prozent) ein.

Inwieweit sich die freien Wählergemeinschaften zu einer Fraktion im Stadtrat zusammenschließen werden, bleibt abzuwarten. „Wir werden die Gespräche mit allen freien Wählergemeinschaften und mit den Grünen führen“, kündigte Eckhard Jockisch von der Freien Wählergemeinschaft Seehausen an. Er sei sich sicher, dass die freien Wähler im zukünftigen Wanzleber Stadtrat wieder eine starke Stimme erhalten werden. Wie in den Jahren zuvor würden die Einwohner großen Wert auf eine Vertretung legen, die ihre Interessen verfolge.