Seehausen l Wie Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge die Mitglieder des Stadtrates bei ihrer letzten Sitzung im vergangenen Jahr informierte, „hat der gemeinsame Ausbau des Kreisverkehrs in der Stadt Seehausen wieder etwas an Fahrt aufgenommen“. Die Überarbeitung der Ortsdurchfahrtsvereinbarung sei verhandelt worden und stehe vor dem Abschluss. Bei einer Zustimmung durch die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalts sollen die Arbeiten im Frühjahr beginnen.

Eigentlich sollte der Ausbau der Seehäuser Kreuzung am Ortsausgang in Richtung Oschersleben im Zuge der Landstraße 24 zum Kreisverkehr bereits im vergangenen Jahr beginnen. Jedoch habe die Stadt Wanzleben eine erste Ausschreibung der Aufträge aufgehoben, da die Baukosten enorm gestiegen waren. Das Ausschreibungsergebnis für die Stadt Wanzleben lag 30 Prozent höher als die Kostenschätzung, beim Trink- und Abwasserverband Börde Oschersleben waren es sogar 65 Prozent. Als Grund für die gestiegenen Kosten machte die Stadt die enorme Nachfrage nach Bauleistungen auf dem Markt verantwortlich.

Wie Bürgermeister Thomas Kluge am Donnerstag zur Volksstimme sagte, dauere eine zweite Ausschreibung der Aufträge derzeit noch an und stehe deren Ergebnis noch aus. Die geplanten Kosten für den Ausbau der Kreuzung liegen verteilt auf zwei Jahre bei 848.000 Euro, der Eigenanteil von Wanzleben bei fast 75.000 Euro. „An diesem Kostenrahmen wollen wir festhalten“, verdeutlichte Kluge.

Nadelöhr

Der Knotenpunkt am Seehäuser Stadteingang aus Richtung Schermcke/Oschersleben ist eine der am meisten befahrenen Kreuzungen der Stadt. Von dort aus zweigen die Straßen im Zuge der Ortsdurchfahrt der Landstraße 24 in die Stadtmitte ab und nehmen ihren Weg entlang des Sees in Richtung Eggenstedt und weiter ins Hohe Holz. In unmittelbarer Nähe zur Kreuzung befinden sich die Einfahrten zum Fußballstadion des Sportvereins und der Werkstatt für behinderte Menschen der Lebenshilfe Ostfalen.

Der Stadtrat Wanzleben hatte im Juni vergangenen Jahres beschlossen, diese unübersichtliche Kreuzung auszubauen und die Verkehrsführung in Zukunft durch einen Kreisverkehr zu regeln. Die Umsetzung des Bauprojektes wird zwei Jahre dauern und in zwei Abschnitten erfolgen. Beim Ausbau der Kreuzung handelt es sich um eine sogenannte Gemeinschaftsaufgabe der Stadt Wanzleben-Börde, dem Land Sachsen-Anhalt und dem Trink- und Abwasserverband Börde Oschersleben. Außerdem ist die Avacon AG am Projekt beteiligt. Der Helmstedter Energieversorger wird die gesamten oberirdischen Leitungen im Kreuzungsbereich und in den angrenzenden Straßen in die Erde verlegen und die Stromleitungsmasten entfernen. Deshalb muss die Stadt Wanzleben in mehreren Straßen neue Beleuchtungsanlagen errichten.

Wie es im Beschluss des Wanzleber Stadtrates lautete, „ist die Durchführung der geplanten Baumaßnahme L 24, Ortsdurchfahrt Seehausen (Kreisverkehr), mit Hilfe von Fördermitteln der einzig sinnvolle Weg, um sowohl die bereits bestehenden Gefahren im derzeitigen Kreuzungsbereich sowie im weiteren Verlauf und den einmündenden Straßen abzuwenden als auch gleichsam eine Verbesserung der Ortsdurchfahrt einschließlich der Regen- und Schmutz-wasserentsorgung herbeizuführen“.