Nach wiederholtem Anlauf begann das Schmücken auf dem Markt - Wunschbriefkasten hängt

Tannenbaum trägt endlich sein Festkleid

Von Constanze Arendt-Nowak

Lange hat es gedauert, aber nun erstrahlt der Weihnachtsbaum auf dem Wanzleber Marktplatz endlich im schönsten Lichterglanz. Erstmals zieren ihn auch Kugeln. Der Wunschbriefkasten wartet unweit davon am Rathaus darauf, gefüttert zu werden.

Wanzleben l Das Schmücken des Tannenbaumes auf dem Wanzleber Marktplatz stand in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Fast bis zum zweiten Advent hat es gedauert, bis einheimische Elektriker mit Hilfe der Feuerwehr und deren Drehleiter endlich die Lichterkette anbringen konnten. Eigentlich war die Aktion schon kurz nach dem Aufstellen des Baumes am Donnerstag der Vorwoche geplant.

Die Drehleiter war gerade in Stellung gebracht, als der Pieper die Kameraden zu einem Einsatz rief. Nahe Schleibnitz waren ein Sattelzug und ein Pkw zusammengestoßen. Die Feuerwehrkameraden sicherten die Unfallstelle ab und nahmen ausgelaufene Flüssigkeit auf. "Der Ernstfall geht natürlich vor", sagte Bürgermeisterin Petra Hort.

Gestern Morgen sollte fast alles gut gehen, abgesehen davon, dass die Drehleiter wegen eines kleinen technischen Fehlers etwas später als erwartet auf dem Marktplatz anrückte. Hier wurde das Feuerwehrauto bereits von vielen neugierigen Kindern erwartet. Die Knirpse aus den drei Wanzleber Kindertagesstätten hatten, nach einer Idee von Wanzlebens Ortsbürgermeister Sandro Meyer, in den vergangenen Wochen viele Styroporkugeln bunt gestaltet, die nun erstmalig der Weihnachtstanne zu zusätzlichem Schmuck verhelfen. Die Mädchen und Jungen konnten es kaum abwarten, die Kugeln an die Zweige zu hängen. Im oberen Bereich des Baumes übernahmen dann die Elektriker und die Feuerwehrleute die Aufgabe. Zu einem geschmückten Marktplatz gehört seit Jahren aber auch der Weihnachtswunschbriefkasten am Eingang des Rathauses dazu. Bürgermeisterin Petra Hort hofft, dass die Einwohner aller Ortsteile der Stadt Wanzleben - Börde auch in diesem Jahr rege davon Gebrauch machen, ihre Wünsche formulieren und die Wunschzettel in den Briefkasten mit dem Weihnachtsmannkopf stecken. "Es muss nicht nur das sein, was sie sich selbst wünschen, sondern könnten vielleicht auch Ideen sein, wie sich die Stadt nach ihren Vorstellungen weiterentwickeln könnte", erklärte die Bürgermeisterin. Da es in den Vorjahren viel anonyme Kritik gegeben hat, die aber auch ein Stück weitergeholfen hat, bittet sie, dass die Wunschzettelschreiber ihren Namen nennen.

Der Briefkasten wird täglich geleer. Die Wünsche werden dann, wie Petra Hort sagt, an die entsprechenden Ämter der Verwaltung weitergeleitet und, soweit das möglich ist, auch umgesetzt.