Wanzleben l Nachdem im Vorjahr Sportler und Organisatoren beim Wanzleber Triathlon bei rund 37 Grad den wärmsten Temperaturen des Jahres trotzen und mit in der Hitze platzenden Reifen kämpfen mussten, herrschten am Sonntag bei der sechsten Auflage dieses Sportevents mit strahlendem Sonnenschein und erfrischendem Wind optimale Bedingungen für die Triathleten.

Dass der Wettkampf in Wanzleben gut ankommt, zeigte sich bereits Wochen zuvor bei den eingehenden Anmeldungen. „Im Vergleich zu den ersten Jahren, haben wir inzwischen zum Glück keine Probleme mehr, unsere Teilnehmerliste voll zu bekommen. Die Nachfrage ist hoch“, freut sich Hauptorganisator Stefan Götze.

Wettbewerb im Spaßbad

Einige Tage vor dem Startschuss hatte die Meldeliste ihr Limit von 125 Athleten erreicht. Ganz anders sah es bei der Anmeldung für den „Swim & Run for Kids“ aus. Hier ging es in erster Zeit nur schleppend voran. Umso größer war die Freude, als sich dann im Juni immer mehr Kinder und Jugendliche anmeldeten. Den größten Teil der Starter stellte der Reit- und Fahrverein Blumenberg.

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Letztlich gingen am Sonntag im Wanzleber Spaßbad 107 Triathleten und 37 Kinder und Jugendliche an den Start.

Der Nachwuchs machte den Anfang. Für den „Swim & Run“-Wettbewerb fiel der Startschuss bereits um 9 Uhr im Spaßbad. Eingeteilt in zwei Staffeln, legten sie im Schwimmbad eine Strecke von 50 bis 300 Meter zurück. Anschließend wurden die Laufschuhe angezogen. Je nach Alter hatten die jungen Sportler eine Distanz von 300 Meter bis 2,1 Kilometer zurückzulegen.

37 Nachwuchs-Starter

Alle 37 Starter liefen, begleitet vom Jubel ihrer Eltern und Trainer, über die Zielgerade im Bördestadion. Von den jüngsten Athleten absolvierten Nina Zeugner (3:08 min) bei den Mädchen und Julien Wegner (3:05 min) bei den Jungen am schnellsten die Wettkampfstrecke. Bei den Schülern B freuten sich Angelina Tala Vollrath (4:37 min) und Robin Baecke (6:20 min) über ihren ersten Platz. Emily Kopp (10:39 min) und Malte Sens (13:59 min) von den Schülern A kamen ebenfalls als Schnellste in das Ziel. Ungeschlagen war auch Jana Messerschmidt (15:46 min) in der Jugend B.

Auf diesen ersten Höhepunkt des Tages folgte der Schwimmstart für den Triathlon im Spaßbad. Fünf Staffeln absolvierten hier unter den wachsamen Augen der Schwimmrundenzähler die Distanz von 500 Meter. Gleich darauf schwangen sich die Athleten aufs Rad und legten die 23 Kilometer in der doppelten Runde nach Klein Germersleben zurück. Ihre letzten Reserven mobilisierten sie danach für die 4,5 Kilometer lange Laufstrecke durch Wanzleben. Nach einer Abschlussrunde im Bördestadion hatten auch sie das Ziel erreicht. „Ein Sportler musste leider vorzeitig aufgeben“, wusste Rüdiger Petrasch, Präsident des SV Blau-Weiß Empor, zu berichten.

Vorjahresbestzeit geknackt

Seine 1:01:46 Stunden-Bestzeit aus dem vergangenen Jahr konnte Robert Zander erneut knacken. Er kam mit 1:00:50 Stunden als Gesamtsieger ins Ziel. Ihm folgten mit kurzen Zeitabständen Frank Trommer (1:03:07) und Marko Jünemann (1:03:13).

Bei den Frauen belegte Sandra Petersohn mit 01:10:03 Stunden den ersten Platz. Ihr folgte Doreen Baecke mit 01:11:28 Stunden. Über den dritten Platz und ebenfalls eine beachtliche Leistung konnte sich Stefanie Kramer (01:19:46) freuen.

Einige Teilnehmer waren eigens sogar aus Berlin und Hamburg angereist. Nach dem Zieleinlauf im Bördestadion lobte Triathlet Mario Schwarz: „Ich habe bereits an allen sechs Veranstaltungen teilgenommen. Der Triathlon in Wanzleben ist mir wegen seiner familiären Atmosphäre besonders ans Herz gewachsen. Das Alter spielt hier keine Rolle. Jeder kann teilnehmen. Ein rundum gut organisierter Wettbewerb.“

Die Kameraden der Wanzleber, Bottmersdorfer und Klein Germersleber Feuerwehr hatten gemeinsam mit der Polizei die Absicherung der Radstrecke übernommen. Die Mitarbeiter des DRK standen für den Notfall bereit. „Großer Dank gebührt auch unseren 38 freiwilligen Helfern“, sagten die Organisatoren vom SV Blau-Weiß Empor Wanzleben und des neugegründeten Triathlonvereins Wanzleben, die das Event gemeinsam ausgerichtet hatten.