Wanzleben/Altenweddingen l Iris Krause ist überglücklich. Die von ihr schmerzlich vermisste Hündin Punky ist nach einer achttägigen Odyssee durch die Börde wieder heil nach Stade zurückgekehrt. Die Geschichte dazu liest sich wie ein Abenteuerroman.

Am Sonnabend, 4. August, war die noch junge Mischlingshündin – sie ist gerade einmal zwei Lenze alt – auf Entdeckungstour gegangen. Das putzige Tier nutzte einen Autostopp ihrer Halter in Wanzleben, um spontan in die große weite Bördewelt hinauszuziehen. Die Besitzer waren vom spurlosen Verschwinden ihres Schützlings alles andere als begeistert und todtraurig – hatten sie Punky doch gerade erst aus dem Tierheim bei sich aufgenommen. Sie setzten daher alle Hebel in Bewegung, um das Tier zu finden. In ihrer Not wandten sie sich an die Volksstimme, die einen Suchaufruf veröffentlichte. Und dieser fiel auf fruchtbaren Boden. Der entdeckungslustigen Punky war anscheinend die Sarrestadt nicht genug. Sie wanderte auf ihren kurzen vier Pfoten mal eben in das beschauliche Sülzetal. Das legte ein Anruf aus den gut zehn Kilometer entfernten Altenweddingen nahe, der die Halter erreichte. Hier war Punky zwei Mal gesichtet worden.

Hündin läuft dem Paar über den Weg

Die beiden machten sich von Stade aus auf den 300 Kilometer langen Weg, um nach dem vermissten Liebling zu forschen. „Bei unserer Tour durch die Börde muss höhere Gewalt im Spiel gewesen sein“, vermutet Iris Krause. In Altenweddingen angekommen, befragten sie Fußgänger und Radler. Dann geschah das Unfassbare. „Als wir in der Nähe der Kirche einen netten Herrn mit Rad angesprochen hatten, huschte plötzlich – wie aus dem Nichts – etwas kleines Hellbraunes über den Bürgersteig“, erzählt Iris Krause. „Das war wirklich unsere Punky. Sie stoppte auf Zuruf und kam tatsächlich schwanzwedelnd und sich windend vor Freude auf uns zu.“

Iris Krause standen die Tränen in den Augen und sie schloss ihren Liebling in ihre Arme. „Wir haben leider nicht die Nummer des Anrufers aus Altenweddingen, da sie nicht auf dem Handy angezeigt wurde,“ sagt sie. „Wir würden uns freuen, wenn er sich noch einmal melden könnte, damit wir uns bei ihm bedanken können.“